Gastgewerbeumsatz 2023 gestiegen
20.02.2024 - 08:21:45Die teilweise hohen Differenzen zwischen realen und nominalen UmsĂ€tzen spiegeln den Statistikern zufolge das stark gestiegene Preisniveau im Gastgewerbe wider. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war der reale Gastgewerbeumsatz im Jahr 2023 um 11,3 Prozent niedriger, wĂ€hrend der nominale Umsatz um 8,8 Prozent höher ausfiel. Die insgesamt positive Bilanz im Gastgewerbe im Jahr 2023 gegenĂŒber dem Vorjahr ist hauptsĂ€chlich auf die vergleichsweisen hohen ZuwĂ€chse in der Beherbergung (real +4,5 Prozent und nominal +10,8 Prozent) zurĂŒckzufĂŒhren. Die Ăbernachtungszahlen hatten dort im Jahr 2023 fast wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Dennoch waren die realen UmsĂ€tze der Branche 5,2 Prozent niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019, wohingegen die nominalen UmsĂ€tze 12,0 Prozent höher ausfielen. Unter den Beherbergungsbranchen erwirtschafteten die Hotels, Gasthöfe und Pensionen 2023 real 5,2 Prozent mehr Umsatz als 2022. Trotz der seit 2021 fortschreitenden Erholung lag der Umsatz der Branche damit real noch 4,7 Prozent unter dem Niveau von 2019. Im Gegensatz hierzu war die reale Umsatzentwicklung in den anderen beiden Beherbergungsbranchen, den FerienunterkĂŒnften und CampingplĂ€tzen, im Jahr 2023 rĂŒcklĂ€ufig gegenĂŒber 2022 (-1,5 Prozent beziehungsweise -3,2 Prozent zum Vorjahr). Trotz dieses RĂŒckgangs waren die UmsĂ€tze der FerienunterkĂŒnfte und CampingplĂ€tze höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 (+5,6 Prozent beziehungsweise +1,3 Prozent). Dies ist darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass beide Branchen im Jahr 2022 gegenĂŒber 2021 besonders hohe ZuwĂ€chse verbucht hatten (+51,8 Prozent beziehungsweise +11,2 Prozent). In der Gastronomie sank der reale Umsatz im Jahr 2023 um 0,9 Prozent gegenĂŒber 2022, damit lag er 12,9 Prozent niedriger als im Jahr 2019, so das Bundesamt weiter. Nominal waren die UmsĂ€tze 2023 um 7,2 Prozent höher als 2022 und 9,0 Prozent höher als 2019. Die UmsĂ€tze der Branche Restaurants, GaststĂ€tten und Imbissbuden verzeichneten 2023 einen realen RĂŒckgang von 1,1 Prozent zum Vorjahr und lagen damit 10,3 Prozent niedriger als vor der Pandemie. In der Branche Ausschank von GetrĂ€nken, zu der Schankwirtschaften, Diskotheken und Bars zĂ€hlen, waren die realen RĂŒckgĂ€nge mit -4,8 Prozent im Jahr 2023 gegenĂŒber 2022 besonders hoch. Damit lagen die UmsĂ€tze der Branche real 34,0 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Lediglich die Caterer und sonstigen Verpflegungsdienstleister konnten 2023 einen realen Umsatzzuwachs von 1,8 Prozent gegenĂŒber 2022 erwirtschaften. Trotzdem waren die UmsĂ€tze der Branche noch 11,3 Prozent niedriger als 2019.


