KfW, Fördermilliarden

KfW: Weniger Fördermilliarden und mehr Gewinn

07.11.2024 - 10:38:38

Das GeschÀft der Förderbank normalisiert sich nach mehreren Krisenjahren zusehends. Dennoch verdient die KfW Bankengruppe gut.

Die staatliche Förderbank KfW hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres deutlich weniger frische Milliarden zur UnterstĂŒtzung von Wirtschaft und Privatleuten ausgereicht als ein Jahr zuvor. Nach 80,8 Milliarden Euro vor Jahresfrist waren es 2024 bis einschließlich September 53,9 Milliarden Euro, wie das von Bund und LĂ€ndern getragene Institut in Frankfurt mitteilte.

In den vergangenen Jahren hatten zunÀchst massive Hilfen wÀhrend der Corona-Krise und dann die vom Bund beschlossenen Milliardenpakete zur Sicherung der Energieversorgung sowie zur Entlastung von Haushalten und Unternehmen nach Beginn des Ukraine-Krieges das Fördervolumen der KfW nach oben getrieben. Im Gesamtjahr 2023 hatte das Fördervolumen der Bankengruppe noch bei 111,3 Milliarden Euro gelegen.

KfW macht mehr Gewinn

Trotz des nun gesunkenen Volumens hat die Förderbank mehr verdient als ein Jahr zuvor: Mit gut 1,28 Milliarden Euro ĂŒbertraf der Konzerngewinn nach drei Quartalen den Vorjahreswert um 60 Millionen Euro. «Unser Konzernergebnis zeigt eine positive Entwicklung. Dies ist wichtig, denn nur eine starke Finanzkraft schafft die Grundlage dafĂŒr, dass wir auch kĂŒnftig Wirtschaft und Gesellschaft wirksam unterstĂŒtzen können», bilanzierte KfW-Vorstandschef Stefan Wintels. Im Gesamtjahr 2023 hatte die KfW unter dem Strich einen Konzerngewinn von rund 1,56 Milliarden Euro erzielt.

Die KfW versorgt im traditionellen FördergeschĂ€ft MittelstĂ€ndler, Hausbauer und Studierende mit zinsgĂŒnstigen Krediten. Hinzu kommen Export- und Projektfinanzierung, die Förderung von Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern und die Tochter KfW Capital fĂŒr Investments in Start-ups.

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