Modemarke, Closed

Modemarke Closed stellt Insolvenzantrag

06.08.2025 - 15:03:30

Das Hamburger Unternehmen sei verschuldet, arbeite aber grundsĂ€tzlich profitabel, heißt es. Erste GesprĂ€che mit potenziellen Investoren hĂ€tten begonnen.

Die Hamburger Modemarke Closed hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens und dem Insolvenzportal der LĂ€nder hervor. GrĂŒnde sind demnach eine hohe Verschuldung und die Kosten, die sich daraus ergeben. GrundsĂ€tzlich arbeite die auf Jeans spezialisierte deutsche Marke aber profitabel, heißt es. Den Antrag stellte Closed am Amtsgericht in Hamburg am Dienstag. 

«Closed ist eine tolle Marke – ich bin sehr zuversichtlich, dass wir einen Investor fĂŒr Closed finden und wir Closed als Hamburger Unternehmen erhalten», sagte der vorlĂ€ufige Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus. Erste GesprĂ€che mit möglichen Investoren haben laut Mitteilung begonnen.

Filialen in Deutschland und im europÀischen Ausland

Closed betreibt GeschĂ€fte, verkauft Mode online und ĂŒber HĂ€ndler. Nach Angaben des vorlĂ€ufigen Insolvenzverwalters hat Closed 27 Filialen in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien und Spanien. Es gibt zudem sechs Outlets und neun FranchisegeschĂ€fte im In- und Ausland. Die Standorte im Ausland seien von dem Insolvenzantrag nicht betroffen. 

Die Modemarke beschÀftigt nach Angaben des vorlÀufigen Insolvenzverwalters etwa 450 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von ungefÀhr 120 Millionen Euro. Auf welches Jahr sich die Angabe bezieht, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Die GeschÀfte seien weiter geöffnet, sagte eine Sprecherin von Denkhaus. 

Demnach erzielte Closed zuletzt 40 Prozent des Umsatzes, indem es Mode an HÀndler weiterverkaufte. Es gebe rund 1.000 solcher GeschÀftskunden. Die LÀden machten 35 Prozent am Umsatz aus. Das OnlinegeschÀft hat einen Anteil von einem Viertel.

@ dpa.de