Ifo: Arbeit lohnt sich in Deutschland immer noch
17.01.2024 - 15:44:07"Arbeit fĂŒhrt in Deutschland immer zu höheren Einkommen als Nichtstun", erklĂ€rte das MĂŒnchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Mittwoch.
Nach den Berechnungen der Wissenschaftler ist die Voraussetzung aber, dass Geringverdiener auch die Möglichkeit der Aufstockung ihres Einkommens durch zusĂ€tzliche Sozialleistungen beantragen. Ohne Geld vom Staat kann demnach unter UmstĂ€nden das reine Arbeitseinkommen tatsĂ€chlich niedriger sein als das BĂŒrgergeld.
"Die von manchen Politikern aufgestellte Behauptung, wer nur Sozialleistungen beziehe, bekomme netto mehr als ein Geringverdiener, ist schlicht falsch", sagte Andreas Peichl, Leiter des Ifo-Zentrums fĂŒr Makroökonomik und Befragungen.
Die Rechenbeispiele des Instituts: Ein Alleinstehender in einer Stadt mit mittlerem Mietniveau wie Dresden kann demnach bei 1000 Euro Bruttoverdienst mit Hilfe zusĂ€tzlicher Sozialleistungen im Monat auf 891 Euro netto nach Abzug von Miet- und Heizkosten kommen. Wer nicht arbeite und nur Sozialleistungen bekomme, habe 563 Euro BĂŒrgergeld.
"Nur wenn ein Alleinstehender mit 1000 Euro Brutto-Einkommen keinerlei Sozialleistungen beantragt, die er erhalten kann, dann landet er bei 357 Euro netto", sagte Ăkonom Manuel Pannier.
Bei 2000 Euro brutto kann ein Alleinstehender laut Ifo mit Sozialleistungen auf netto 1020 Euro im Monat kommen, ohne Sozialleistungen wĂ€ren es 965 Euro. Beide BeitrĂ€ge seien wesentlich höhere als das BĂŒrgergeld von 563 Euro.

