Kartellamt, LadesÀulen-Preisvergleich

Kartellamt will keinen LadesÀulen-Preisvergleich anbieten

02.01.2025 - 04:30:36

Das Kartellamt stellt laufend die Spritpreise verschiedener Tankstellen zusammen, damit Verbraucher sie vergleichen können. Bei LadesÀulen-Preisen sei das hingegen riskant, sagt der Behördenchef.

Eine zentrale Erfassung von Preisen an E-Auto-LadesĂ€ulen hĂ€lt Kartellamts-Chef Andreas Mundt fĂŒr riskant. «Bei LadesĂ€ulen befĂŒrchte ich, dass eine zentrale Erfassung und Veröffentlichung aller Preise es den Anbietern erleichtern könnte, ihre Preise aufeinander abzustimmen», sagte der PrĂ€sident des Bundeskartellamts der «Rheinischen Post». 

Kartellamt erfasst laufend Benzin- und Dieselpreise 

Bei Spritpreisen sei das anders: «Wir raten Autofahrern mit Verbrennern tatsĂ€chlich, Spritpreise ĂŒber die entsprechenden Apps aufzurufen und zu vergleichen. So kann man eine Menge Geld sparen», sagte Mundt. Über die Markttransparenzstelle fĂŒr Kraftstoffe beobachtet das Bundeskartellamt seit 2013 laufend die Spritpreise von rund 15.000 Tankstellen in Deutschland und stellt die Daten verschiedenen Anbietern von Vergleichs-Apps zur VerfĂŒgung.

Warum das Preisabsprachen-Argument bei den Kraftstoffen seines Erachtens nicht greift, erklĂ€rt Mundt so: «(...) die Mineralölkonzerne hatten ihre Preise an den Tankstellen schon vor der EinfĂŒhrung der Markttransparenzstelle immer gegenseitig genau beobachtet und ihre Preissetzung daran ausgerichtet.» Erst seit das Kartellamt die Preise zentral erfasse, hĂ€tten auch die Autofahrer und Autofahrerinnen die Vergleichsmöglichkeit.

@ dpa.de