Gastgewerbe fordert VerlÀngerung von Mehrwertsteuersenkung
04.07.2023 - 02:04:56Durch hohe Energie- und Lebensmittelpreise sowie steigende Personalkosten sei der Kostendruck in den Betrieben weiterhin enorm, sagte die HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin des deutschen Hotel- und GaststĂ€ttenverbandes (DEHOGA), Ingrid Hartges, der "Rheinischen Post" (Dienstag). "Gleichzeitig ist auch die PreissensibilitĂ€t der GĂ€ste sehr hoch. Wir verzeichnen bereits GĂ€sterĂŒckgĂ€nge."
In den Jahren 2020 und 2021 habe es schon einen "historischen Verlust" von 36.000 steuerpflichtigen Unternehmen im Gastgewerbe gegeben, bundesweit gebe es nur noch rund 186.600 Betriebe. "In 2022 und in diesem Jahr gehe ich nicht von einer Trendumkehr aus", ergĂ€nzte die HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin. "In vielen Betrieben herrscht Perspektivlosigkeit." Hartges forderte die Ampel-Koalition auf, in den anstehenden Haushaltsberatungen die bestehende Mehrwertsteuersenkung von 19 auf sieben Prozent in der Gastronomie zu verlĂ€ngern. Ansonsten werde es "zu einem Preisschock fĂŒr die GĂ€ste" kommen. ZusĂ€tzliche GĂ€steverluste und UmsatzeinbuĂen seien dann die Folge. "Bei gleichzeitig weiterhin hohen und steigenden Kosten fĂŒr Lebensmittel, Personal und Energie sowie Pacht wĂŒrden erneut Existenzen auf dem Spiel stehen", sagte Hartges. Die wĂ€hrend der Corona-Pandemie eingefĂŒhrte Steuersenkung ist bis Ende 2023 befristet.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


