Kommission empfiehlt Reform bei Geburtskliniken
14.11.2024 - 14:36:50DafĂŒr sollten regionale "KompetenzverbĂŒnde" aus mehreren KrankenhĂ€usern um einen Maximalversorger wie eine UniversitĂ€tsklinik eingerichtet werden, wie die Regierungskommission zur Zukunft der Kliniken in einer neuen Stellungnahme vorschlĂ€gt. "So kann sichergestellt werden, dass werdende MĂŒtter und Neugeborene zuverlĂ€ssig und nach ihrem individuellen Risiko hochqualitativ versorgt werden", sagte der Leiter der Kommission, Tom Bschor.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nannte es bestĂŒrzend, dass Deutschland bei der QualitĂ€t der Versorgung rund um Geburten nur im europĂ€ischen Mittelfeld liege. "Wir haben wenige Kinder, und diese Kinder sollten sicher und gut geboren werden." Wie bei der geplanten generellen Krankenhausreform brauche es eine grundsĂ€tzliche Ănderung der Strukturen, um die QualitĂ€t deutlich zu erhöhen und die Versorgung dauerhaft zu sichern.
Konkret schlĂ€gt die Kommission vor, dass bundesweit etwa 74 KompetenzverbĂŒnde mit jeweils durchschnittlich 10.000 Geburten im Jahr bestimmt werden sollten. Die beteiligten Kliniken sollten strukturiert zusammenarbeiten, wobei je nach RisikoeinschĂ€tzung ĂŒberlegt werde, wo die Betreuung stattfinde. Kleinere Kliniken sollten sich zu gröĂeren VerbĂŒnden mit mindestens 500 Geburten pro Jahr zusammenschlieĂen. Denn oft fehle in kleineren HĂ€usern Erfahrung insbesondere bei Komplikationen, und es gebe Probleme bei der Personalfindung.

