Verdi will Tarifschlichtung fĂŒr Luftsicherheitspersonal
22.03.2024 - 20:57:54 | dpa.de
Im Tarifkonflikt des Luftsicherheitspersonals könnten Verdi und die Arbeitgeber auf eine Schlichtung zusteuern. Die Gewerkschaft schlug nach der ergebnislosen sechsten Verhandlungsrunde eine Schlichtung vor. Dies sei der letzte Ausweg, eine Lösung zu finden, teilte der VerhandlungsfĂŒhrer der Gewerkschaft, Wolfgang Pieper, mit.
Mit dem Vorschlag will Verdi nach eigenen Angaben RĂŒcksicht auf Urlauber und Familien im Osterferienreiseverkehr nehmen. Eine Sprecherin der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) sagte, die Konditionen der Schlichtung wĂŒrden in den nĂ€chsten Tagen diskutiert.
Verdi warnte, ohne Schlichtung oder ohne annehmbares Schlichtungsergebnis seien weitere Streiks nicht ausgeschlossen. Warnstreiks des Luftsicherheitspersonals hatten in der vergangenen Woche mehrere deutsche FlughĂ€fen zeitweise lahmgelegt. Das Personal kontrolliert im Auftrag der Bundespolizei Passagiere, Personal und GepĂ€ck an den ZugĂ€ngen zum Sicherheitsbereich. Als Knackpunkt bei den Verhandlungen fĂŒr die etwa 25.000 BeschĂ€ftigten privater Sicherheitsdienstleister gelten vor allem die ZuschlĂ€ge fĂŒr Mehrarbeit.
Arbeitgeber legten verbessertes Angebot vor
«Die Arbeitgeber haben sich rigoros verweigert, auf unsere Forderung nach MehrarbeitszuschlĂ€gen ab der ersten Ăberstunde einzugehen», kritisierte Pieper nach der ergebnislosen Verhandlungsrunde.
Die Arbeitgeber legten nach eigenen Angaben ein deutlich verbessertes Angebot vor. FĂŒr die BeschĂ€ftigten bedeute der jĂŒngste Vorschlag etwa 556 Euro mehr im Monat, erklĂ€rte der VerhandlungsfĂŒhrer des Bundesverbandes der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS), Frank Haindl. Zudem hĂ€tten die Arbeitgeber einer Ănderung bezĂŒglich der frĂŒheren GewĂ€hrung von MehrarbeitszuschlĂ€gen zugestimmt.
Verdi fordert 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde, höhere Funktionszulagen und MehrarbeitszuschlĂ€ge ab der ersten Ăberstunde bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben nun 3,25 Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von 24 Monaten mit Wirkung nach 12 Monaten geboten.
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