ISW, Russland

ISW: Russland will wohl schnell Pufferzone nahe Charkiw einrichten

14.05.2024 - 10:46:27

Das russische MilitĂ€r scheint US-MilitĂ€rexperten zufolge mit den jĂŒngsten VorstĂ¶ĂŸen nahe der Großstadt Charkiw im Nordosten der Ukraine derzeit rasch eine "Pufferzone" entlang der internationalen Grenze schaffen zu wollen.

Diesem Vorhaben werde augenscheinlich Vorrang vor einem tieferen Vordringen in die Oblast Charkiw gegeben, schrieb das US-Institut fĂŒr Kriegsstudien (Institute for the Study of War, ISW) mit Sitz in Washington in seinem jĂŒngsten Bericht vom Montag (Ortszeit). So zeigten Aufnahmen vom Montag, dass russische StreitkrĂ€fte nach Hlyboke nordöstlich von Charkiw vorgedrungen seien und eine Fahne im Zentrum des Dorfes gehisst hĂ€tten.

Weitere Aufnahmen belegten, dass die russischen StreitkrĂ€fte sĂŒdwestlich von Olijnykowe und nördlich von Lukjantsi vorgerĂŒckt seien. Der ukrainische Generalstab habe gemeldet, dass russische Truppen in der NĂ€he von Lukjantsi einen nicht nĂ€her bezeichneten taktischen Erfolg erzielt hĂ€tten.

Russland hatte am 10. Mai eine neue Offensive in der Region gestartet. In den vergangenen Tagen hat das russische Verteidigungsministerium dabei die Eroberung von mehreren Ortschaften vermeldet. Die Ukraine setzt nach den Worten von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj alles daran, eine Ausweitung der Front durch Russland zu verhindern. In der seit vergangener Woche von russischen Bodentruppen attackierten Grenzregion bei Charkiw gebe es Gegenangriffe, sagte der PrĂ€sident in seiner abendlichen Videobotschaft vom Montag. "Das Gebiet ist verstĂ€rkt worden." Seiner Darstellung nach lĂ€sst die FĂŒhrung auch andere Frontabschnitte nicht aus dem Auge. Die Ukraine wehrt seit mehr als zwei Jahren eine russische Invasion ab.

@ dpa.de