Intersport-Chef hofft auf Verkaufsboom durch Sportevents
03.01.2024 - 06:00:42Handball, Eishockey, FuĂball, Olympia: Intersport erhofft sich von den groĂen Sportereignissen in diesem Jahr einen Boom. «Es ist schon toll, dass man vier so groĂe Events hat in einem Jahr», sagte der Chef des HĂ€ndlerverbunds, Alexander von Preen, der Deutschen Presse-Agentur in Heilbronn.
Solche GroĂereignisse wĂŒrden breite Bevölkerungsschichten erreichen. «Und das stimmt uns positiv, dass die Wahrnehmung fĂŒr Sport und das Sporttreiben nach der Pandemie weiter zunehmen wird - und dann auch der Verkauf von Sportartikeln.»
Das Sportjahr 2024 wird ereignisreich: Im Januar wird hierzulande die Handball-Europameisterschaft der Herren ausgetragen. Die deutsche Eishockey-Auswahl spielt im Mai in Prag und Ostrava (Tschechien) um den Weltmeister-Titel. Im Sommer folgen die FuĂball-EM der MĂ€nner, ebenfalls in Deutschland, und die Olympischen Spiele in Paris.
Das Abschneiden des DFB-Teams
Dem Abschneiden des kriselnden DFB-Teams vor heimischen Fans blickt Intersport-Chef von Preen gelassen entgegen: «Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt», sagte er. «Wenn sie ins Endspiel kommen oder sogar Europameister werden, dann wird das fĂŒr uns automatisch ein Konjunkturhype. Wenn nicht, dann bleibt alles so, wie es ist.» Das Thema Merchandising - also zum Beispiel der Verkauf von Fanartikeln und Trikots - verliere seit zehn Jahren ohnehin an Bedeutung, weil Hersteller die Produkte zunehmend direkt vermarkteten.
Die Nationalmannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann befindet sich seit Jahren in einer tiefen sportlichen Krise. Bei den beiden vergangenen Weltmeisterschaften mit Nagelsmanns VorgĂ€ngern Joachim Löw und Hansi Flick war jeweils nach der Vorrunde Schluss. Bei der EM 2021 erreichte die DFB-Auswahl mit Löw nur mit MĂŒhe das Achtelfinale.
Umsatzziele nicht gefÀhrdet
Der Intersport-Chef rechnet darĂŒber hinaus damit, dass beispielsweise der anhaltende Outdoor-Trend sowie die hohe Nachfrage nach Artikeln fĂŒr Mannschafts- und Laufsport das GeschĂ€ft stĂŒtzen werden. Er bestĂ€tigt auch die langfristigen Ziele fĂŒr den Umsatz - trotz der Insolvenz des gröĂten deutschen Genossenschaftsmitglieds SportScheck. «Wir sehen die Wachstumsprognose aktuell nicht gefĂ€hrdet», sagte von Preen.
Bis 2030 will Intersport seinen Umsatz in Deutschland auf etwa sechs Milliarden Euro steigern - und damit auf einen Marktanteil von gut 30 Prozent. Bis 2026 peilt der Verbund daher ein Wachstum von jĂ€hrlich mehr als fĂŒnf Prozent an. Zu Intersport gehören deutschlandweit etwa 800 HĂ€ndlerinnen und HĂ€ndler mit insgesamt mehr als 1400 GeschĂ€ften. Ăber 400 davon firmieren unter dem Namen Intersport.
Das GeschĂ€ftsjahr von Intersport entspricht nicht dem Kalenderjahr, sondern dauert von Anfang Oktober bis Ende September. 2021/22 setzte der HĂ€ndlerverbund rund 3,3 Milliarden Euro um. FĂŒr das abgelaufene GeschĂ€ftsjahr rechnete von Preen zuletzt mit einem Umsatzplus von mehr als fĂŒnf Prozent. Zu den genauen Zahlen will sich die Deutschlandzentrale von Intersport Ende Januar Ă€uĂern.


