Inflationsrate, MĂ€rz

Inflationsrate im MÀrz von 2,2 Prozent bestÀtigt

12.04.2024 - 08:12:34

Das Statistische Bundesamt hat am Freitag die Inflationsrate fĂŒr den MĂ€rz von 2,2 Prozent bestĂ€tigt.

Im Februar 2024 hatte die Inflationsrate bei +2,5 Prozent gelegen, im Januar 2024 noch bei +2,9 Prozent. Damit war die Inflationsrate im MÀrz 2024 so niedrig wie zuletzt im Mai 2021 (ebenfalls +2,2 Prozent), ein noch niedrigerer Wert wurde zuvor im April 2021 (+2,0 Prozent) ermittelt. "Die Inflationsrate hat sich erneut abgeschwÀcht", sagte Ruth Brand, PrÀsidentin des Statistischen Bundesamtes.

"Die Preissituation bei Energie und Nahrungsmitteln dĂ€mpfte die Inflationsrate bereits im zweiten Monat in Folge." Im MĂ€rz 2024 waren Nahrungsmittel fĂŒr Verbraucher erstmals seit Februar 2015 gĂŒnstiger als ein Jahr zuvor, so Brand. GegenĂŒber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im MĂ€rz 2024 um 0,4 Prozent. Trotz der im Januar 2024 weggefallenen Preisbremsen fĂŒr Energieprodukte und der ebenfalls ab Januar 2024 auf die Preise fĂŒr fossile Brennstoffe wie Kraftstoffe, Heizöl und Erdgas wirkenden CO2-Preis-Erhöhung lagen die Energiepreise im MĂ€rz 2024 um 2,7 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn wurden damit bei Energie durchgehend PreisrĂŒckgĂ€nge gegenĂŒber dem Vorjahresmonat ermittelt (Januar 2024: -2,8 Prozent; Februar 2024: -2,4 Prozent). Diese Entwicklung dĂ€mpfte die Inflationsrate. Die Preise fĂŒr Haushaltsenergie gingen von MĂ€rz 2023 bis MĂ€rz 2024 um 4,6 Prozent zurĂŒck. Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnten die Verbraucher vor allem von gĂŒnstigeren Preisen fĂŒr Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (-10,8 Prozent), aber auch fĂŒr Erdgas (-9,2 Prozent) und Strom (-8,1 Prozent) profitieren. Dagegen waren einige Energieprodukte teurer als ein Jahr zuvor, vor allem FernwĂ€rme (+20,6 Prozent). Auch Mineralölprodukte verteuerten sich leicht (+0,3 Prozent, davon Kraftstoffe: +0,3 Prozent; leichtes Heizöl: +0,4 Prozent). Die Preise fĂŒr Nahrungsmittel verbilligten sich im MĂ€rz 2024 um 0,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat. Damit waren die Nahrungsmittelpreise erstmals seit Februar 2015 (-0,2 Prozent) niedriger als im entsprechenden Monat des Vorjahres. Der Preisauftrieb fĂŒr Nahrungsmittel verlangsamte sich seit April 2023 und lag bereits im Februar 2024 mit +0,9 Prozent unter der Gesamtteuerung. Von MĂ€rz 2023 bis MĂ€rz 2024 wurde vor allem frisches GemĂŒse (-20,1 Prozent) gĂŒnstiger. Auch fĂŒr Molkereiprodukte (-5,5 Prozent) mussten die Verbraucher deutlich weniger bezahlen als ein Jahr zuvor. Teurer binnen Jahresfrist wurden Fisch, Fischwaren und MeeresfrĂŒchte (+0,9 Prozent). Zudem lagen verschiedene Nahrungsmittelpreise im MĂ€rz 2024 teilweise deutlich ĂŒber der Gesamtteuerung, unter anderem bei Zucker, Marmelade, Honig und anderen SĂŒĂŸwaren (+8,4 Prozent), bei Obst (+4,2 Prozent) sowie bei Brot und Getreideerzeugnissen (+3,0 Prozent). AuffĂ€llig binnen Jahresfrist blieb zudem ein merklicher PreisrĂŒckgang bei Sonnenblumenöl, Rapsöl und Ähnlichem (-21,7 Prozent) sowie ein enormer Preisanstieg bei Olivenöl (+54,1 Prozent). Im MĂ€rz 2024 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +2,7 Prozent. Die Inflationsrate ohne BerĂŒcksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, hĂ€ufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag bei +3,3 Prozent. Diese KenngrĂ¶ĂŸen verdeutlichen auch, dass die Teuerung in anderen GĂŒterbereichen insgesamt ĂŒber der Gesamtteuerung lag. Die VerĂ€nderung des Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie gegenĂŒber dem Vorjahresmonat hatte bereits seit Januar 2024 ĂŒber der Gesamtteuerung gelegen. Die Preise fĂŒr Waren insgesamt erhöhten sich von MĂ€rz 2023 bis MĂ€rz 2024 um 1,0 Prozent und lagen damit unterhalb der Gesamtteuerung. Darunter verteuerten sich VerbrauchsgĂŒter um 0,5 Prozent und GebrauchsgĂŒter um 1,8 Prozent. Einige Waren wurden dennoch ĂŒberdurchschnittlich teurer, unter anderem alkoholfreie GetrĂ€nke (+6,5 Prozent), alkoholische GetrĂ€nke und Tabakwaren (+5,2 Prozent) sowie Personenkraftwagen (+4,1 Prozent). GĂŒnstiger wurden dagegen zum Beispiel Mobiltelefone (-5,3 Prozent) und InformationsverarbeitungsgerĂ€te (-5,5 Prozent). Die Preise fĂŒr Dienstleistungen insgesamt lagen im MĂ€rz 2024 um 3,7 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats. Bedeutsam fĂŒr die Preisentwicklung bei Dienstleistungen waren die Nettokaltmieten mit einem Preisanstieg von 2,1 Prozent. Einige andere Preise fĂŒr Dienstleistungen erhöhten sich jedoch ĂŒberdurchschnittlich, unter anderem die Preise fĂŒr Versicherungen (+11,0 Prozent), fĂŒr Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+7,8 Prozent) sowie fĂŒr die GaststĂ€ttendienstleistungen (+6,9 Prozent). Dagegen dĂ€mpfte auch im MĂ€rz 2024 das bereits seit Mai 2023 gĂŒltige Deutschlandticket weiterhin den Preisanstieg bei Dienstleistungen. Insbesondere verbilligten sich die kombinierten Tickets fĂŒr Bahn, Bus und Ähnliches (-23,3 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Februar 2024 stieg der Verbraucherpreisindex im MĂ€rz 2024 um 0,4 Prozent. Teurer binnen Monatsfrist wurden vor allem auch saisonbedingt Flugtickets (+21,2 Prozent), Pauschalreisen (+6,8 Prozent) und Bekleidungsartikel (+3,6 Prozent). Hingegen gingen die Preise fĂŒr Energie insgesamt gegenĂŒber dem Vormonat um 0,3 Prozent zurĂŒck, gĂŒnstiger wurde vor allem leichtes Heizöl (-4,0 Prozent). Auch die Preise fĂŒr Erdgas (-1,1 Prozent) und Strom (-0,9 Prozent) gingen zurĂŒck. FĂŒr Nahrungsmittel insgesamt mussten die Verbraucher im MĂ€rz 2024 ebenfalls etwas weniger bezahlen als im Vormonat (-0,3 Prozent), vor allem fĂŒr frisches GemĂŒse (-3,5 Prozent) und Obst (-1,0 Prozent), so die Statistiker.

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