Datenschutz, Quishing

Datenschutz: Quishing und Smishing steigen um 146 und 162 Prozent

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 02:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Europäische Firmen kämpfen mit steigenden Bußgeldern, neuen Technologien wie KI und zunehmendem Quishing und Smishing.

DSGVO, KI & Cyber-Betrug: Neue Compliance-Herausforderungen 2026
Ein stilisiertes, leuchtendes Vorhängeschloss-Symbol über einem unscharfen Hintergrund eines modernen Rechenzentrums mit Serverracks. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Für europäische Unternehmen wird die Einhaltung der Datenschutzregeln zur Daueraufgabe.

Schon die Grundlagen sind streng: Firmen mit mindestens 20 Mitarbeitern, die personenbezogene Daten automatisiert verarbeiten, müssen einen Datenschutzbeauftragten bestellen. Wer gegen die DSGVO verstößt, riskiert Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Kein Wunder also, dass immer mehr Betriebe auf externe Datenschutz-Experten setzen.

Kamera-Pflicht im Auto – datenschutzkonform?

Seit dem 1. Juli 2026 müssen alle Neufahrzeuge in der EU mit einem kamerabasierten Aufmerksamkeits-Assistenten ausgestattet sein. Das ADDW-System (Advanced Driver Distraction Warning) erkennt, ob der Fahrer abgelenkt ist.

Die gute Nachricht: Datenschützer sehen die Regelung als konform. Die Bilddaten werden lokal im Fahrzeug verarbeitet und nach der Analyse sofort gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Trotzdem bleibt das Thema Überwachung heikel – das zeigte die heftige Kritik an den EU-Plänen zur Chatkontrolle Mitte Juli.

Quishing und Smishing auf dem Vormarsch

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Die Bedrohungslage verschärft sich rasant. Die Zahl der Quishing-Fälle – Phishing über manipulierte QR-Codes – stieg im ersten Quartal 2026 um 146 Prozent. Beim Smishing, dem Betrug per SMS, legten die Zahlen im zweiten Quartal um 162 Prozent zu.

Für Unternehmen bedeutet das: Regelmäßige Mitarbeiterschulungen sind Pflicht. Neben den klassischen Datenschutzunterweisungen müssen jetzt auch spezifische Cyber-Risiken vermittelt werden.

KI-Schulungen im Fokus

Die Fortbildungslandschaft reagiert: Für die zweite Jahreshälfte 2026 sind zahlreiche Seminare angekündigt. Schwerpunkte sind Künstliche Intelligenz, Beschäftigtendatenschutz und die EU-Datenstrategie.

Besonders gefragt: Schulungen zur KI-Governance. Im August und September finden vermehrt Kurse für Datenschutzbeauftragte statt, die sich mit der praktischen Umsetzung der KI-Verordnung beschäftigen.

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Was kommt 2027?

Die EU treibt die Regulierung weiter voran. Ab Juli 2027 müssen mobile Betriebssysteme für konkurrierende KI-Chatbots geöffnet werden – eine Folge des Digital Markets Act. Und der digitale Euro? Ein Pilotprojekt soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 starten. Beides wird neue Anforderungen an Datenmanagement und Compliance stellen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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