Dax, Feiertagen

Dax stabil nach den Feiertagen

27.12.2023 - 18:13:02 | dpa.de

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. - Foto: picture alliance / dpa
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. - Foto: picture alliance / dpa

Nach dem Weihnachtsfest ist es am deutschen Aktienmarkt sehr ruhig zugegangen. Der Dax ging am Mittwoch mit einem Plus von 0,21 Prozent aus dem Handel und schloss bei 16.742,07 Punkten. Damit blieb der Leitindex in TuchfĂŒhlung mit dem Rekordhoch von vor knapp zwei Wochen bei gut 17.000 ZĂ€hlern.

Wie so oft kurz vor dem Jahresende blieben die meisten Marktakteure dem Geschehen fern. Das manifestierte sich auch in sehr dĂŒnnen HandelsumsĂ€tzen: Mit den 40 Dax-Titeln wurden auf dem Handelssystem Xetra insgesamt rund 1,7 Milliarden Euro umgesetzt - an normalen Börsentagen sind es mehr als doppelt so viel.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg zur Wochenmitte um 0,79 Prozent auf 27.157,63 ZĂ€hler und schlug sich damit besser als der Dax.

Dax 2023 stark gestiegen

Nach einem schwachen Börsenjahr 2022 ist das nun zu Ende gehende fĂŒr Anleger wieder ein Erfolg. Um gut 20 Prozent ist der Dax 2023 bislang gestiegen. Den Großteil dieses Jahresgewinns fuhr der Index Ende Oktober bis Mitte Dezember ein. Die sinkende Inflation und die Hoffnung auf bald fallende Leitzinsen waren treibende KrĂ€fte. Im Vorjahr hatten die Anleger dagegen einen Verlust von mehr als zwölf Prozent verkraften mĂŒssen.

Kursbewegende Impulse waren am heutigen Mittwoch rar. Im Dax legten die Aktien von Bayer um 2,3 Prozent zu. Nach einer Reihe von Niederlagen gewann der Agrarchemie- und Pharmakonzern einen Glyphosat-Rechtsstreit in den USA. Das sei, so sagte ein HÀndler, zwar ein «kleiner Lichtblick, aber die Geschichte ist lÀngst nicht vorbei».

Siemens Energy legten als Spitzenreiter im Leitindex um 5,4 Prozent zu. Der Jahresverlust belĂ€uft sich damit aber immer noch auf fast ein Drittel. Die Papiere profitierten wie andere Aktien aus dem Umfeld der Alternativen Energien von GroßauftrĂ€gen fĂŒr Vestas. Der dĂ€nische Hersteller von Windkraftanlagen erhielt aus den USA und Australien Orders im Volumen von zusammen rund 1,2 Gigawatt Leistung. Das hellte die Stimmung fĂŒr die Branche etwas auf. So gewannen die Anteile des Vestas-Konkurrenten Nordex im MDax 4 Prozent.

Hapag-Lloyd bĂŒĂŸten gut 8 Prozent ein, nachdem sich der Aktienkurs seit Mitte Dezember um rund 40 Prozent erholt hatte. Steigende Frachtraten wegen der Angriffe von Huthi-Rebellen im Roten Meer hatten fĂŒr Kursgewinne gesorgt, nun aber strichen Anleger Gewinne ein. Der Wettbewerber A.P. Moller-Maersk gab bekannt, bald wieder Schiffe durchs Rote Meer fahren zu lassen.

Der europÀische Leitindex EuroStoxx schloss 0,15 Prozent höher auf 4528,38 Punkten. Der französische Cac 40 trat quasi auf der Stelle, wÀhrend der britische FTSE 100 etwas fester schloss. In New York lag der Leitindex Dow Jones Industrial zum europÀischen Handelsschluss moderat höher.

Euro klettert auf 1,1117 US-Dollar

Der Euro setzte die Rally zum US-Dollar fort und stieg auf den höchsten Stand seit Ende Juli. Zuletzt wurde er bei 1,1117 US-Dollar gehandelt. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs zuvor auf 1,1065 (Freitag: 1,1023) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9037 (0,9071) Euro.

Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite von 1,99 Prozent am Freitag auf 1,96 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 128,71 Punkte.

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