Dax stabil zu Beginn der Notenbankenwoche
24.07.2023 - 18:01:19 | dpa.deDer Dax ist am Montag kaum verĂ€ndert in die Woche der Notenbanken gestartet. Der deutsche Leitindex legte um 0,08 Prozent auf 16.190,95 Punkte zu und bewegte sich damit weiter in der engen Handelsspanne der vergangen Tage. Der MDax mit den 50 Aktien mittelgroĂer börsennotierter Unternehmen verlor 0,19 Prozent auf 28.198,96 Punkte.
Die Anleger sind vorsichtig, denn wichtige Zinsentscheidungen stehen bevor, allen voran die der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Am Donnerstag folgt die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB). Von beiden wird ein Zinsschritt um 0,25 Prozentpunkte nach oben erwartet. FĂŒr die USA sollte dann das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Untermauert von ĂŒberraschend schwachen Stimmungsdaten aus dem Euroraum am Morgen wird dies nun zunehmend auch von der EZB erwartet.
Unter den Einzelwerten zogen im Dax die Aktien von Continental um 1,7 Prozent an. Schwung hatte eine Studie vom Bankhaus Metzler verliehen. Analyst Pal Skirta rechnet damit, dass der Autozulieferer und Reifenhersteller im vierten Quartal die Trendwende einlĂ€utet, mit anziehenden Margen und BarmittelzuflĂŒssen zurĂŒck gen Vorkrisenniveau.
Die Anteilscheine von Software AG verloren nach vorgelegten Zahlen knapp ein Prozent. Sie werden an diesem Dienstag wegen der Ăbernahme durch den Finanzinvestor Silver Lake aus dem MDax und dem Tech-Index TecDax entfernt. DafĂŒr rĂŒckt der Autozulieferer Vitesco in den Index der mittelgroĂen Werte nach und macht im Nebenwerteindex SDax den Platz frei fĂŒr die RĂŒckkehr der BVB-Aktien.
Der Bildverarbeitungsspezialist Basler hatte wegen der fortgesetzten Marktflaute seine Jahresziele krÀftig gesenkt. Zugleich wurde jedoch auch ein umfangreicher Stellenabbau bekannt gegeben. Die Aktien waren im SDax zunÀchst um rund 12 Prozent eingebrochen, erholten sich dann jedoch wieder vollstÀndig und stiegen am Ende um 0,6 Prozent.
FĂŒr Deutz hingegen ging es nach einem skeptischen Analystenkommentar der britischen Investmentbank HSBC um mehr als vier Prozent abwĂ€rts. Damit waren die Papiere das Schlusslicht im SDax. Analyst Dario Dickmann verwies auf das inzwischen weniger attraktive VerhĂ€ltnis von Chancen zu Risiken. Vor allem in den wichtigen EndmĂ€rkten nĂ€hmen die Risiken fĂŒr den Motorenhersteller zu.
Auf europÀischer Ebene gab der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone um 0,19 Prozent auf 4383,03 Punkte nach. In Paris verzeichnete der Cac 40 ebenfalls leichte Verluste, wÀhrend der FTSE 100 in London etwas zulegte. Der New Yorker Dow Jones Industrial stieg zum europÀischen Handelsschluss um 0,6 Prozent.
Der Euro sank angesichts der schwachen Konjunkturdaten unter 1,11 US-Dollar und wurde zuletzt mit 1,1075 Dollar gehandelt. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1096 (Freitag: 1,1123) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9012 (0,8990) Euro. Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite von 2,54 Prozent am Freitag auf 2,45 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,32 Prozent auf 124,75 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,44 Prozent auf 133,74 Punkte.
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