Demenz-PrÀvention: 45 Prozent aller FÀlle lassen sich vermeiden
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 16:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das zeigt die aktualisierte Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Mitte Juli 2026. Im Fokus: Bewegung, gesunde ErnĂ€hrung, Verzicht auf Tabak und Alkohol. Besonders das Krafttraining rĂŒckt als effektive MaĂnahme in den Vordergrund â es wirkt direkt gegen den altersbedingten Muskelabbau, die sogenannte Sarkopenie.
Schon eine Stunde pro Woche reicht
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat im Juli 2026 in der Fachzeitschrift âFrontiers in Public Healthâ nachgewiesen: Bereits 40 bis 60 Minuten Krafttraining pro Woche, verteilt auf zwei Tage, genĂŒgen fĂŒr signifikante gesundheitliche Effekte. Trotz dieses geringen Pensums erreichen nur rund 23 Prozent der Erwachsenen diese Vorgaben.
Ein Kardiologe betont: Das wöchentliche Stundentraining senkt das Sterberisiko um bis zu 27 Prozent. Kombiniert mit Ausdauertraining steigt der Wert sogar auf 45 Prozent. Besonders effektiv seien MehrgelenksĂŒbungen und sogenannte âExercise Snacksâ â kurze, intensive Bewegungseinheiten im Alltag.
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Schutz vor Knochenschwund und Muskelschwund
Krafttraining ist die wirksamste MaĂnahme gegen den natĂŒrlichen Abbau von Muskel- und Knochenmasse, der bereits ab dem 40. Lebensjahr einsetzt. Eine OberĂ€rztin vom Inselspital Bern erklĂ€rt: Gerade Frauen in der Menopause profitieren von gezieltem Widerstandstraining â es beugt Osteoporose vor.
Die PrĂ€vention lĂ€sst sich ohne teure AusrĂŒstung in den Alltag integrieren. Empfohlen werden Ăbungen mit dem eigenen Körpergewicht:
- Kniebeugen oder gezieltes Aufstehen vom Stuhl krÀftigen die Beinmuskulatur
- WandliegestĂŒtze oder klassische LiegestĂŒtze stĂ€rken den Oberkörper
- Ausfallschritte und der Einbeinstand fördern Gleichgewicht und Sturzprophylaxe
- Die âGlute Bridgeâ und funktionelle RĂŒckengymnastik stabilisieren den Rumpf
Die ErnĂ€hrung spielt eine unterstĂŒtzende Rolle. Fachleute raten Menschen ĂŒber 65 zu einer tĂ€glichen Proteinzufuhr von 1,0 bis 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Protein allein stoppt den Muskelabbau jedoch nicht â der entscheidende Wachstumsreiz kommt durch mechanische Belastung.
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Klinische Projekte belegen Wirksamkeit
Das ReduRisk-Projekt am UniversitĂ€tsklinikum Freiburg hat im Juli 2026 gezeigt: Gezieltes MobilitĂ€tstraining und Risikoscreening bei Patienten ab 70 Jahren verbessert die AlltagsaktivitĂ€ten signifikant â ohne Mehrkosten im Gesundheitssystem.
Auch die ARD Mediathek reagiert. In den kommenden Wochen stellt sie neue Folgen von Trainingsprogrammen bereit. Die Ăbungen widmen sich der Osteoporose-PrĂ€vention, der RĂŒckengesundheit sowie Balance- und Reaktionstraining. Ziel: Die SelbststĂ€ndigkeit bis ins hohe Alter bewahren und PflegebedĂŒrftigkeit durch den Erhalt der Muskulatur hinauszögern.
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