Deutschland, Automobilindustrie

Versicherung, WĂ€sche, Reparatur: Kosten fĂŒrs Auto steigen

04.11.2025 - 09:03:52

Den Herbst nutzen viele Autobesitzer zum Wechsel ihrer Versicherung oder fĂŒr einen Werkstattbesuch. Die Preise dafĂŒr sind deutlich gestiegen. Wo es besonders teuer wird.

  • Die Preise fĂŒr Autoreparaturen haben deutlich angezogen. (Archivbild) - Foto: Hannes P Albert/dpa

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  • Autounfall: Kfz-Versicherungen sind deutlich teurer geworden. (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa-tmn

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Die Preise fĂŒr Autoreparaturen haben deutlich angezogen. (Archivbild) - Foto: Hannes P Albert/dpaAutounfall: Kfz-Versicherungen sind deutlich teurer geworden. (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa-tmn

Von der Versicherung bis hin zu WĂ€sche und Reparatur: Autofahrer mĂŒssen fĂŒr den Unterhalt ihres Fahrzeugs deutlich tiefer in die Tasche greifen. Kfz-Versicherungen kosteten im September fast elf Prozent mehr als im Vorjahresmonat, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Pkw-Reparaturen verteuerten sich zudem binnen Jahresfrist um 5,5 Prozent. 

Auch die weitere Pflege rund ums Fahrzeug wird kostspieliger: Die Preise fĂŒr die Pkw-Inspektion erhöhten sich um 4,8 Prozent und die fĂŒr AutowĂ€schen um 3,6 Prozent. Damit stiegen die Kosten schneller als die allgemeine Inflation, die im selben Zeitraum bei 2,4 Prozent lag. 

Versicherern machen seit langem starke Kostensteigerungen fĂŒr Autoreparaturen und Ersatzteile zu schaffen. Sie haben daher in den vergangenen Jahren deutlich die Preise erhöht. So waren Kfz-Versicherungen 2024 nach Angaben der Statistiker fast die HĂ€lfte (43,6 Prozent) teurer als im Jahr 2020. 

Auch mittelfristig stark gestiegene Kosten 

Auch in anderen Bereichen sind die Kosten zum Unterhalt eines Autos mittelfristig stark gestiegen. Pkw-Inspektion (plus 28,3 Prozent) und Pkw-Reparatur (plus 27 Prozent) verteuerten sich in dem Zeitraum ebenfalls ĂŒberdurchschnittlich. FĂŒr Pkw-WĂ€schen mussten Verbraucher 2024 fast ein FĂŒnftel (18,6 Prozent) mehr als 2020 bezahlen. Zum Vergleich: Die allgemeinen Verbraucherpreise erhöhten sich wĂ€hrenddessen ebenfalls krĂ€ftig, und zwar um 19,3 Prozent. 

Trotzdem immer mehr Autos 

Trotz der steigenden Unterhaltskosten und aller BemĂŒhungen um eine Verkehrswende gibt es auf deutschen Straßen immer mehr Autos. Anfang des Jahres zĂ€hlte das Statistische Bundesamt nach frĂŒheren Angaben 590 Pkw je 1.000 Einwohner. Ein Jahr zuvor waren es 588 und 2023 noch 587. «Seit 2008 ist die Pkw-Dichte stetig angestiegen», schreiben die Statistiker. Die Zahl der zugelassenen Autos in Deutschland hat mit 49,3 Millionen Pkw zum Stichtag 1. Januar 2025 einen Rekord erreicht.

@ dpa.de

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