Bahn, Verkehr

Bahn: Verkehr lÀuft wieder nahezu ohne EinschrÀnkungen

17.11.2023 - 05:41:20 | dpa.de

Der 20-Stunden-Warnstreik der GDL ist beendet und der Schienenverkehr in Deutschland lĂ€uft wieder. Die Bahn zeigt sich fĂŒr Tarifverhandlungen in der kommenden Woche bereit.

Der Bahnverkehr in Deutschland lÀuft nach dem Warnstreik der GDL wieder weitgehend rund. - Foto: Bodo Marks/dpa
Der Bahnverkehr in Deutschland lÀuft nach dem Warnstreik der GDL wieder weitgehend rund. - Foto: Bodo Marks/dpa

Nach dem 20-stĂŒndigen Warnstreik der Gewerkschaft Deutscher LokomotivfĂŒhrer (GDL) lĂ€uft der Bahnverkehr in Deutschland seit den frĂŒhen Morgenstunden wieder weitgehend rund.

«Die ZĂŒge im Fern- und Regionalverkehr fahren seit Betriebsbeginn am frĂŒhen Morgen wieder nahezu ĂŒberall nach dem regulĂ€ren Fahrplan», teilte die Bahn mit. Der Warnstreik war am Donnerstagabend um 18.00 Uhr beendet worden. Dennoch dauerte es einige Stunden, bis der Bahnbetrieb wieder vollstĂ€ndig angelaufen war. Auch am Abend und in der Nacht auf Freitag wurden noch ZugausfĂ€lle und VerspĂ€tungen gemeldet.

GĂŒterverkehr: Streikauswirkungen lĂ€nger spĂŒrbar

Im GĂŒterverkehr dĂŒrften die Auswirkungen des Arbeitskampfes hingegen noch etwas lĂ€nger zu spĂŒren sein. Es könne mehrere Tage dauern, bis der Stau Hunderter GĂŒterzĂŒge aufgrund des Arbeitskampfes wieder abgebaut sei, hatte die Bahn schon vor dem Ende des Warnstreiks mitgeteilt. Sie zog trotzdem ein positives ResĂŒmee nach dem Warnstreik: Der Notfahrplan habe verlĂ€sslich funktioniert. Im Regional- und S-Bahnverkehr hĂ€tten teilweise sogar mehr Fahrten angeboten werden können als ursprĂŒnglich geplant.

Mit dem 20-Stunden-Warnstreik hat die GDL frĂŒh in den laufenden Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn versucht, den Druck zu erhöhen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 555 Euro mehr pro Woche sowie eine InflationsausgleichsprĂ€mie bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Als Knackpunkt gilt aber die Forderung nach einer Absenkung der Arbeitszeit fĂŒr Schichtarbeiter von 38 auf 35 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. Die Bahn lehnt das als unerfĂŒllbar ab.

Die erste Verhandlungsrunde war vergangene Woche ohne inhaltliche AnnĂ€herung zu Ende gegangen. Das nĂ€chste Treffen war fĂŒr diesen Donnerstag und Freitag geplant. Die Bahn hatte das GesprĂ€ch nach der WarnstreikankĂŒndigung der GDL aber abgesagt. Die nĂ€chste Runde ist fĂŒr Ende kommender Woche in Berlin angesetzt. Ob es dazu kommt, war zunĂ€chst unklar.

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