Immer mehr junge Menschen nicht in Ausbildung oder BeschÀftigung
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 08:08 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deIm Vergleich der 27 EU-Staaten hat Deutschland trotz des Anstiegs eine vergleichsweise niedrige NEET-Quote (Not in Employment, Education or Training). Im EU-Schnitt waren 12,9 Prozent der 20- bis 24-JĂ€hrigen nicht in Ausbildung oder BeschĂ€ftigung. Am niedrigsten war der Anteil in den Niederlanden (5,6 Prozent), Schweden (7,3 Prozent) und Tschechien (7,6 Prozent). In RumĂ€nien (22,8 Prozent), Bulgarien (17,3 Prozent) und Frankreich (16,2 Prozent) waren junge Menschen anteilig am hĂ€ufigsten nicht in Ausbildung oder BeschĂ€ftigung. FĂŒr Luxemburg liegen keine Daten fĂŒr das Jahr 2025 vor (2024: 10,8 Prozent).
Unter jungen Frauen ist der Anteil derjenigen, die nicht in Ausbildung oder BeschÀftigung sind, etwas höher als unter jungen MÀnnern. 2025 waren in Deutschland 10,5 Prozent der jungen Frauen und 9,6 Prozent der jungen MÀnner im Alter von 20 bis 24 Jahren betroffen. Im EU-Schnitt waren es 13,2 Prozent der jungen Frauen und 12,5 Prozent der jungen MÀnner. In knapp zwei von drei EU-Staaten waren junge Frauen stÀrker betroffen als junge MÀnner.
Mit Blick auf die Situation junger Menschen in gröĂeren StĂ€dten und lĂ€ndlichen Gebieten ergibt sich ein uneinheitliches Bild. In Deutschland waren junge Menschen in gröĂeren StĂ€dten (10,6 Prozent) hĂ€ufiger nicht in Ausbildung oder BeschĂ€ftigung als in lĂ€ndlichen Gebieten (7,9 Prozent). In der EU insgesamt waren dagegen junge Menschen in lĂ€ndlichen Gebieten (15,4 Prozent) deutlich hĂ€ufiger betroffen als in gröĂeren StĂ€dten (11,5 Prozent).
Warum junge Menschen im Alter von 20 bis 24 Jahren weder in einer BildungsmaĂnahme noch in einer BeschĂ€ftigung sind, kann unterschiedliche GrĂŒnde haben. FĂŒr Deutschland liegen dazu Angaben aus dem nationalen Bildungsbericht fĂŒr das Jahr 2024 vor. Demnach waren 25 Prozent von ihnen arbeitssuchend, sie gelten als Erwerbslose. 66 Prozent standen dem Arbeitsmarkt dagegen nicht zur VerfĂŒgung und gelten damit als Nichterwerbspersonen. Weitere sechs Prozent starteten demnĂ€chst eine Ausbildung oder ein Studium und vier Prozent standen vor einem neuen Job.
Unter den 20- bis 24-jĂ€hrigen Nichterwerbspersonen nannten 20 Prozent Betreuungspflichten und 18 Prozent gesundheitliche EinschrĂ€nkungen als Grund. Weitere 17 Prozent suchten aus bildungsbezogenen GrĂŒnden keine Arbeit, möglicherweise weil sie auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz warteten.
