Woidke: Bund soll DDR-Sonderrenten zahlen
05.06.2025 - 13:17:29Die finanzielle Belastung der ostdeutschen LĂ€nder aus den Sonder- und Zusatzversorgungssystemen der DDR sei viel zu hoch, sagte Woidke dem "Handelsblatt". "Und wir alle haben dafĂŒr ja bereits ĂŒber Jahrzehnte Milliarden bezahlt. Es fĂ€llt klar in die ZustĂ€ndigkeit des Bundes."
Sonder- und Zusatzrenten fĂŒr Ex-Polizisten und andere
Als die DDR noch existierte, gab es 27 Zusatzversorgungssysteme fĂŒr einzelne Berufsgruppen. Anspruch auf die Sonder- und Zusatzrenten haben Ex-Mitarbeiter von Armee oder Polizei sowie unter anderen damalige PĂ€dagogen, Ingenieure, Wissenschaftler oder Ărzte.
Im Jahr 2023 brachten die ostdeutschen LĂ€nder fĂŒr die Zusatz- und Sonderrenten der DDR nach Zahlen aus Sachsen-Anhalt rund 2,68 Milliarden Euro auf.
Koalition will Anteil auf 60 Prozent erhöhen
Die Kosten bei der Zusatzversorgung ĂŒbernahmen zunĂ€chst zu 60 Prozent die ostdeutschen LĂ€nder und zu 40 Prozent der Bund. Anfang 2021 erhöhte der Bund seinen Anteil auf 50 Prozent.
Union und SPD auf Bundesebene vereinbarten in ihrem Koalitionsvertrag, dass der Bund die Ost-LĂ€nder entlastet, indem er weitere zehn Prozentpunkte bei dem entsprechenden Gesetz ĂŒbernimmt. Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Reiner Haseloff (CDU) hatte im vergangenen Jahr eine weitere Entlastung der LĂ€nder verlangt.

