Weselsky, Kritik

Weselsky weist Kritik an Streik zurĂŒck

24.01.2024 - 17:00:45

Der Chef der Bahngewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hat Kritik an der LĂ€nge des Bahnstreiks zurĂŒckgewiesen.

"Das ist verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig, das ist zulĂ€ssig, das ist rechtmĂ€ĂŸig", sagte Weselsky dem "Stern" am Mittwoch. "Das hat das Gericht so entschieden." Die Verantwortung fĂŒr die Situation und den Streik sieht er bei der Leitung der Deutschen Bahn.

Nicht die Eisenbahner wĂŒrden verantworten, "dass das System am Boden liegt", so Weselsky. "Das verantwortet das Management." Auch das neue Angebot der Bahn lehnt der Gewerkschaftschef ab. "Man kommt uns wenige Millimeter entgegnen. Wir sehen, dass man die 37 Wochenstunden zwar anbietet, aber gleichermaßen einschrĂ€nkt: NĂ€mlich dann, wenn nicht genĂŒgend Personal da ist", sagte Weselsky. "So verhandeln wir nicht." Außerdem enthalte das Angebot eine ganze Reihe von Gegenforderungen, "die das derzeitige Tarifsystem verschlechtern, weil sie die Menschen flexibilisieren". Mit der Kritik an seiner Person hat der GDL-Chef eigenen Angaben zufolge kein Problem. "Es ist nicht so, dass der Weselsky streikt." Zehntausende Eisenbahner streikten in diesen sechs Tagen, sagte er. Seit Mittwochmorgen lĂ€uft der lĂ€ngste Streik im Personenverkehr der Deutschen Bahn. Er soll bis Montagabend 18 Uhr andauern. Es gibt zwar wieder einen "Notfahrplan", dieser sichere aber "nur ein sehr begrenztes Zugangebot im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr", wie die Deutsche Bahn mitteilte. Der Konzern hat allen FahrgĂ€ste angeboten, ihre fĂŒr Mittwoch bis Montag geplante Reise zu verschieben. Die Zugbindung bei den Sparpreis-Tickets ist aufgehoben, die Fahrkarten können zu einem beliebigen spĂ€teren Zeitpunkt genutzt werden, auch mit einer geĂ€nderten StreckenfĂŒhrung. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden.

@ dts-nachrichtenagentur.de