Chef, PalÀstinenserhilfswerks

Chef des PalĂ€stinenserhilfswerks: Aktuell kein Ersatz fĂŒr UNRWA

18.11.2024 - 15:15:58

Der Chef des PalĂ€stinenserhilfswerks (UNRWA) hofft in den nĂ€chsten Wochen auf einen klaren politischen Pfad zu einer Zweistaaten-Lösung fĂŒr PalĂ€stinenser und Israelis.

Darin mĂŒsse die Rolle UNWRAs klar definiert werden, sagte Philippe Lazzarini in Genf. Dies mĂŒsste bis Ende Januar geschehen, weil dann ein israelisches Gesetz in Kraft treten soll, das UNRWA die Arbeit in den besetzten Gebieten verbietet.

Nur ein palĂ€stinensischer Staat sei eine Alternative zu UNRWA sagte der Schweizer. Nach dem Mandat der Vereinten Nationen erfĂŒllt es Staatsaufgaben wie Bildung und Gesundheitswesen fĂŒr palĂ€stinensische FlĂŒchtlinge. Es hat rund 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ohne Alternative wĂŒrde bei einem Ende von UNRWA ein Vakuum in den PalĂ€stinensergebieten und noch mehr NĂ€hrboden fĂŒr Extremismus und Hass entstehen, so Lazzarini.

In der UN-Familie gebe es keinen Plan B fĂŒr einen Ersatz des UNRWA. Keine UN-Organisation könne die Aufgaben ĂŒbernehmen.

Die 29 Regierungen im UNRWA-Beirat wollen alle diplomatischen Register ziehen, um Israel zum Umdenken zu bringen. Das sagte der Vorsitzende des Beirates, der Direktor spanischen Entwicklungshilfeorganisation Antón Leis, am Rande einer Sitzung in Genf. Die MitgliedslÀnder seien sich in der Verurteilung der Parlamentsentscheidung einig, sagte Leis. Auch Deutschland ist Mitglied des Beirates.

@ dpa.de