New, Yorker

New Yorker Richter hÀlt an Schuldspruch gegen Trump fest

17.12.2024 - 06:27:25

Der designierte US-PrÀsident Donald Trump ist mit dem Versuch gescheitert, das in New York gegen ihn verhÀngte Urteil wegen des Verschleierns von Schweigegeldzahlungen zu kippen.

Der zustÀndige Richter Juan Merchan hielt am Schuldspruch gegen den Republikaner fest.

Trumps AnwĂ€lte hatten argumentiert, dass US-PrĂ€sidenten gemĂ€ĂŸ einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten weitgehende ImmunitĂ€t fĂŒr Handlungen im Amt genießen. Richter Merchan erklĂ€rte aber, dass diese Entscheidung im vorliegenden Fall nicht gelte, da die beanstandeten Schweigegeldzahlungen an eine Pornodarstellerin vor Trumps erster PrĂ€sidentschaft von 2017 bis 2021 erfolgt seien. Außerdem habe es sich um Handlungen als Privatmann gehandelt.

Trumps AnwĂ€lte hatten zudem argumentiert, dass durch die Aussagen von Mitarbeitern des Weißen Hauses auch amtliche Quellen in Anspruch genommen worden seien und somit die IntegritĂ€t des Prozesses beeintrĂ€chtigt gewesen sei. Der Richter folgte dieser BegrĂŒndung nicht.

Trumps AnwÀlte gehen weiter gegen Schuldspruch vor

Der abgelehnte Antrag ist aber nicht der Einzige, der darauf abzielt, den kĂŒnftigen US-PrĂ€sidenten juristisch zu entlasten. In einem weiteren Verfahren argumentiert sein Team, dass der scheidende Amtsinhaber Joe Biden seinen Sohn Hunter begnadigt und dies mit einer "ungerechten" und politisch motivierten Behandlung durch die Justiz begrĂŒndet habe - Trump sei der gleichen Art von "politischem Theater" zum Opfer gefallen, deshalb sei der Schuldspruch nichtig, so die AnwĂ€lte. Hierzu steht eine Entscheidung noch aus.

In dem Prozess ging es um die illegale Verschleierung von 130.000 Dollar Schweigegeld, die Trump an eine Pornodarstellerin zahlen ließ- nach Überzeugung des Gerichts mit dem Ziel, sich Vorteile imWahlkampf 2016 zu verschaffen. Geschworene in New York befanden Trump Ende Mai in 34 Anklagepunkten fĂŒr schuldig. Es war das erste Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten, dass ein ehemaliger PrĂ€sident wegen einer Straftat verurteilt wurde. Sollte der Schuldspruch bestehen bleiben, wird Trump der erste US-PrĂ€sident sein, der als verurteilter StraftĂ€ter regiert.

Wann Trump seine Strafe erfahren könnte

Es blieb unklar, wann Richter Merchan ĂŒber die Strafe fĂŒr Trump entscheiden könnte. Die Staatsanwaltschaft hat sich bereits offen dafĂŒr gezeigt, die StrafmaßverkĂŒndung bis nach dem Ende der zweiten Amtszeit des Republikaners im Jahr 2029 zu verschieben. Eine VerkĂŒndung der Strafe vor der AmtseinfĂŒhrung Trumps am 20. Januar scheint unrealistisch. Ihm wĂŒrde im Ă€rgsten Fall eine mehrjĂ€hrige Haftstrafe drohen. Eine BewĂ€hrungs- oder Geldstrafe gilt aber als wahrscheinlicher.

@ dpa.de

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