Trump zu Zöllen: Preisanstieg nicht ausgeschlossen
08.12.2024 - 20:33:08"Ich kann nichts garantieren", sagte der Republikaner auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit dem US-Fernsehsender NBC. Er betonte aber: "Ich bin ein groĂer Verfechter von Zöllen. Ich finde, Zölle sind das schönste Wort. Ich finde, sie sind wunderschön. Sie werden uns reich machen."
Trump beklagte sich insbesondere ĂŒber Handelsungleichgewichte mit den NachbarlĂ€ndern Kanada und Mexiko. Sie wĂŒrden quasi von den USA "subventioniert". Aus beiden LĂ€ndern kĂ€men auĂerdem in groĂer Zahl irregulĂ€re Migranten und Drogen in die USA. Daher habe er den Staats- und Regierungschefs beider Staaten gesagt, dass er 25 Prozent Zölle auf Einfuhren von dort verhĂ€ngen werde, sofern dies nicht aufhöre.
Die Vorliebe fĂŒr Zöllen
Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit verschiedene Handelskonflikte mit Hilfe von Strafzöllen ausgetragen. Im Wahlkampf kĂŒndigte er fĂŒr seine zweite Amtszeit erneut weitreichende Zölle an - mindestens 60 Prozent auf Waren aus China und weniger hohe Zölle auf Waren aus anderen LĂ€ndern.
Zölle sind eine Art Zuschlag auf importierte GĂŒter. Sie werden an der Grenze fĂ€llig, wenn ein Unternehmen oder ein Konsument in den USA das Produkt aus dem Ausland kauft. Trump argumentiert, dass seine Zollpolitik dazu fĂŒhren werde, dass US-amerikanische Firmen wieder stĂ€rker in den USA produzierten. Das schaffe ArbeitsplĂ€tze. Es ist die klassische "America First"-Politik, die Trump schon wĂ€hrend seiner ersten Amtszeit verfolgte.
Fachleute fĂŒrchten aber, dass derartige Abschottung zu höheren Preisen fĂŒhrt. Denn viele GĂŒter aus dem Ausland lassen sich nicht von heute auf morgen in den USA produzieren. Firmen sind also bei der Produktion weiter auf Importe aus dem Ausland angewiesen - Einfuhrzölle erhöhen dann die Kosten fĂŒr diese GĂŒter.

