Kritik von Kommunen an PlÀnen zum Sondervermögen
02.07.2025 - 09:49:48Dabei geht es um eine eigentlich geplante feste Quote von 60 Prozent fĂŒr die Kommunen beim Anteil fĂŒr die LĂ€nder in Höhe von 100 Milliarden Euro - diese Quote taucht aber in der Kabinettsvorlage nicht mehr auf.
"Damit bliebe das zentrale Signal, dass der gröĂte Teil der Mittel dort ankommen soll, wo sie dringend gebraucht werden, aus. Das wĂ€re ein Schlag ins Gesicht von StĂ€dten, Landkreisen und Gemeinden", sagte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Deutschen Landkreistages, Hans-GĂŒnter Henneke, der Deutschen Presse-Agentur.
Das Kabinett will sich heute mit dem Gesetzentwurf zur Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen von LĂ€ndern und Kommunen befassen. Die LĂ€nder sollen von dem insgesamt 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen fĂŒr zusĂ€tzliche Investitionen in die Infrastruktur und Klimaschutz 100 Milliarden Euro bekommen.
Laut Kabinettsvorlage, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sollen die LĂ€nder jeweils die Höhe des Anteils der dem jeweiligen Land zustehenden Mittel festlegen, der fĂŒr die kommunale Infrastruktur zu verwenden ist. Dabei sollen die LĂ€nder die BedĂŒrfnisse finanzschwacher Kommunen besonders berĂŒcksichtigen. In einem Referentenentwurf des Finanzministeriums von Anfang Juni war noch die Rede davon, dass der vom Land festzulegende Anteil fĂŒr die Kommunen mindestens 60 Prozent betrĂ€gt.
Henneke sagte, die Mindestquote von 60 Prozent der Investitionsmittel fĂŒr die kommunale Ebene sei wichtig fĂŒr wirksame Wachstumsimpulse. "Umso erstaunter sind wir, dass diese Passage nun in der Kabinettsvorlage fehlt." Eine faire Beteiligung der Kommunen könne nur dann sichergestellt werden, wenn diese im Gesetz verbindlich verankert werde. "Stattdessen erleben wir nun erneut, dass sich die LĂ€nder eine Verteilungsmacht vorbehalten, die in der Vergangenheit leider nicht verlĂ€sslich zu Gunsten der kommunalen Ebene ausgeĂŒbt wurde."

