Macron empfĂ€ngt Merz im ĂlysĂ©e-Palast
27.02.2025 - 06:30:00Beide hĂ€tten sich in der dreistĂŒndigen Unterredung willens gezeigt, ein neues Kapitel in den deutsch-französischen Beziehungen aufzuschlagen, hieĂ es am Abend aus der Union. Es war die erste Auslandsreise des CDU-Vorsitzenden nach dem Sieg der Union bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag.
Ăber Details aus dem GesprĂ€ch wurde zunĂ€chst nichts bekannt, von französischer Seite gab es keine Stellungnahme dazu. Aus der Union hieĂ es lediglich, das GesprĂ€ch habe in einer auĂerordentlich freundschaftlichen AtmosphĂ€re stattgefunden und es habe sehr groĂe Ăbereinstimmung in den Themen sowie zahlreiche Ansatzpunkte fĂŒr gemeinsame Initiativen gegeben.
Merz selbst schrieb auf der Plattform X auf Deutsch und Französisch: "Vielen Dank, lieber @EmmanuelMacron, fĂŒr Deine Freundschaft und Dein Vertrauen in die deutsch-französischen Beziehungen. Zusammen können unsere LĂ€nder GroĂes fĂŒr Europa erreichen."
SchĂŒleraustausch und Urlaub mit der Familie in Frankreich
Merz spricht Französisch und hat eine enge Beziehung zu Frankreich. In seiner Zeit im EU-Parlament habe er das gute deutsch-französische VerhĂ€ltnis zu schĂ€tzen gelernt, heiĂt es. Als Jugendlicher war Merz im SchĂŒleraustausch in der Auvergne, mit seiner Familie machte er mehrfach Urlaub in Frankreich.
Angesichts des US-Kurswechsels in der Ukraine-Politik dĂŒrfte es bei dem Treffen in Paris auch um die europĂ€ische Verteidigung gegangen sein. Macron hatte die anderen Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten am Vormittag in einer Videokonferenz ĂŒber seine jĂŒngsten GesprĂ€che mit US-PrĂ€sident Donald Trump unterrichtet. Der Austausch fand auch vor dem Hintergrund des EU-Sondergipfels am 6. MĂ€rz statt, bei dem BeschlĂŒsse zur weiteren UnterstĂŒtzung der Ukraine und zur StĂ€rkung der europĂ€ischen Verteidigung gefasst werden sollen.
Macron war am Montag bei Trump
Die US-Regierung will den ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj und Kreml-Chef Wladimir Putin in Verhandlungen ĂŒber ein Ende des Krieges zwingen und den EuropĂ€ern die Verantwortung fĂŒr die Absicherung einer möglichen Friedensvereinbarung ĂŒbertragen. PrĂ€sident Donald Trump empfing Macron am Montag als ersten europĂ€ischen Staatschef in seiner zweiten Amtszeit im WeiĂen Haus. Der Franzose drang bei den GesprĂ€chen unter anderem darauf, dass die bei den jĂŒngsten GesprĂ€chen amerikanischer und russischer Vertreter auĂen vor gelassenen EuropĂ€er stĂ€rker in Verhandlungen einbezogen werden.

