Windkraftindustrie benötigt riesige zusÀtzliche HafenflÀchen
04.12.2023 - 12:53:36"Das entspricht der FlĂ€che eines Parkplatzes mit 260 000 Pkws oder 270 FuĂballfeldern", heiĂt es in einer am Montag veröffentlichten Analyse der Stiftung Offshore-Windenergie. "Investitionen im Milliardenbereich werden in den kommenden Jahren gebraucht." UnterstĂŒtzt wird die Forderung vom Netzwerk Erneuerbare Energien Hamburg, dem Windindustrie- und Wasserstoffverband WAB sowie dem WindEnergy Network.
"Die SeehĂ€fen sind die zentralen Drehkreuze der Offshore-Windenergie", sagte die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Stiftung, Karina WĂŒrtz. "Ob als BasishĂ€fen fĂŒr den Bau und den spĂ€teren RĂŒckbau der Windparks, als ServicehĂ€fen fĂŒr den Betrieb und auch die Wartung, als Lagerplatz oder als Produktionsstandort - sie nehmen vielfĂ€ltige Funktionen im Bereich der Offshore-Windenergie ein."
Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Windkraft auf See bis 2030 auf eine KapazitĂ€t von 30 Gigawatt (GW) und bis 2045 auf 70 GW ausgebaut werden. Das entspricht einem Zubau von 62 GW innerhalb der kommenden 12 Jahre und benötigt nach Branchenangaben bis zu 7000 neue Offshore-Windenergieanlagen, "mit 300m so hoch wie der Eiffelturm, 2500 Tonnen schwere Stahlfundamente, ĂŒber 100m lange Hightech-RotorblĂ€tter" sowie 20 000 Tonnen schwere Konverterstationen als Knotenpunkte. Auch auĂerhalb Deutschlands soll der Ausbau der Windkraft auf See forciert werden.
"Die sich durch das neue Ausbautempo immer stĂ€rker abzeichnende europĂ€ische Konkurrenz um HafenflĂ€chen und auch die schwierige Finanzierungslage stellen ein unkalkulierbares Risiko fĂŒr das Erreichen der Offshore-Wind-Ausbauziele dar", so die Stiftung Windenergie. "WĂ€hrend sich die niederlĂ€ndischen und dĂ€nischen HĂ€fen Eemshaven und Esbjerg in den vergangenen Jahren stark auf den Offshore-Wind-Bereich ausgerichtet und den deutschen HĂ€fen auch groĂe Marktanteile abgenommen haben, haben sich letztere verstĂ€rkt anderen GeschĂ€ftsfeldern zugewandt." Die KapazitĂ€ten reichten aber auch bei den auslĂ€ndischen HĂ€fen voraussichtlich ab 2027 nicht mehr, um den deutschen Ausbau ausreichend unterstĂŒtzen zu können.

