Kaliforniens, Gouverneur

Kaliforniens Gouverneur bezeichnet Trump als Diktator

11.06.2025 - 05:59:37 | dpa.de

Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hat US-PrĂ€sident Donald Trump angesichts der jĂŒngsten Zuspitzung in Los Angeles scharf attackiert und als Diktator bezeichnet.

"Die Demokratie wird vor unseren Augen angegriffen", sagte Newsom in einer feurigen Rede. "Die Rechtsstaatlichkeit weicht zunehmend der Herrschaft von Don", beklagte der Demokrat in Anspielung auf Trumps Vornamen.

In Los Angeles demonstrieren seit Tagen Menschen gegen Trumps harten Migrationskurs, worauf der PrÀsident mit der umstrittenen Entsendung Tausender Soldaten reagiert hat.

Newsom kritisierte, Trump militarisiere die Straßen von LA, traumatisiere die amerikanische Gemeinde und spalte die Gesellschaft. Mit Blick auf die fĂŒr das Wochenende geplante große MilitĂ€rparade in der US-Hauptstadt Washington, parallel zu Trumps Geburtstag, schob Newsom nach: "An diesem Samstag befiehlt er unseren amerikanischen Helden - dem MilitĂ€r der Vereinigten Staaten - zur Feier seines Geburtstages ein vulgĂ€res Spektakel zu veranstalten, so wie es andere gescheiterte Diktatoren in der Vergangenheit getan haben."

Der PrĂ€sident hebele die Gewaltenteilung in den USA aus, habe Aufseher ĂŒber die Regierung geschasst, die ihn wegen Korruption und Betrug zur Rechenschaft ziehen könnten. Er habe der Kultur und der Wissenschaft den Krieg erklĂ€rt, wolle UniversitĂ€ten vorschreiben, was sie lehren dĂŒrfen und nehme Medien und Meinungsfreiheit ins Visier.

"AutoritÀre Regime beginnen so"

In der Migrationspolitik treibe Trump militĂ€rische Razzien in LA voran, die weit ĂŒber seine erklĂ€rte Absicht hinausgingen, nur gegen GewalttĂ€ter und Schwerverbrecher vorzugehen. "Seine Agenten verhaften TellerwĂ€scher, GĂ€rtner, Tagelöhner und NĂ€herinnen", beklagte Newsom. "Das ist einfach SchwĂ€che. SchwĂ€che getarnt als StĂ€rke." Trump schĂŒtze keine Gemeinden, sondern traumatisiere sie.

"AutoritÀre Regime beginnen damit, Menschen ins Visier zu nehmen, die am wenigsten in der Lage sind, sich selbst zu verteidigen", warnte er, "aber sie hören dort nicht auf." Trump sei "nicht gegen Gesetzlosigkeit und Gewalt, solange es ihm dient". Das habe die Attacke von Trumps AnhÀngern auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 klar gezeigt.

"Es ist an der Zeit, dass wir alle fĂŒr die Gerechtigkeit eintreten", appellierte Newsom an die BĂŒrger und rief zugleich dazu auf, friedlich gegen Trumps Regierung zu protestieren.

Trump und Newsom liefern sich rund um die Anti-Regierungs-Proteste in der kalifornischen Metropole Los Angeles seit Tagen einen politischen Zweikampf. Der demokratische Gouverneur ist ein Lieblingsfeind Trumps. Es gilt als offenes Geheimnis, dass Newsom selbst Ambitionen auf die PrĂ€sidentschaft hat und auf eine mögliche Kandidatur fĂŒr die Demokraten bei der Wahl 2028 schielt.

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