Rhein: VorschlÀge zur Reform der Schuldenbremse ernst nehmen
29.02.2024 - 15:14:43Er plĂ€diere dafĂŒr, erst einmal die Möglichkeiten zu nutzen, die die Schuldenbremse schon biete, sagte er dem "Tagesspiegel" (Donnerstag). Er fĂŒgte hinzu: "Es liegen kluge VorschlĂ€ge zur Reform der Schuldenbremse auf dem Tisch, insbesondere des SachverstĂ€ndigenrates, die man sehr ernst nehmen muss." Und: "Ich bin bereit, darĂŒber zu sprechen."
Generell betonte Rhein: "Ich bin ein groĂer AnhĂ€nger der Schuldenbremse, weil sie Generationengerechtigkeit und SpielrĂ€ume schafft fĂŒr schwierige Zeiten". Er mahnte: "Wir sollten nicht beim ersten Anlass sofort wieder an der Schuldenbremse herumdoktern, weil sie grundsĂ€tzlich gut funktioniert."
Die Vorsitzende der grĂŒnen Bundestagsfraktion, Katharina Dröge, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Immer mehr MinisterprĂ€sidenten, auch der CDU, Ă€uĂern ihre Bereitschaft, gemeinsam mit der Bundesregierung ĂŒber eine Modernisierung der Schuldenregeln zu verhandeln." Das sei wichtig, um die WettbewerbsfĂ€higkeit der deutschen Wirtschaft zu sichern. Ihre Fraktion schlage vor, eine Einladung an die BundeslĂ€nder auszusprechen, hier gemeinsam voranzukommen. "Der Bundeskanzler sollte hierĂŒber auf der nĂ€chsten MinisterprĂ€sidentenkonferenz in der kommenden Woche mit den LĂ€ndern sprechen", betonte Dröge.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sah in der Debatte ĂŒber Ănderungen an der Schuldenbremse zuletzt keine Mehrheit fĂŒr eine nötige VerfassungsĂ€nderung. "Wir sollten also unsere Handlungsmöglichkeiten nutzen, die wir jetzt haben", hatte Scholz am Dienstag in Emmendingen erklĂ€rt.
Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse sieht nur eine eng begrenzte Nettokreditaufnahme vor. Seit dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts wird immer wieder ĂŒber mögliche Ănderungen der Schuldenbremse diskutiert.
Im laufenden Jahr sind im Bundeshaushalt Ausgaben von 476,8 Milliarden Euro geplant. Nach jahrelangen Ausnahmen soll die Schuldenbremse damit vorerst wieder eingehalten werden.

