Konjunktur, Deutschland

Corona-Stabilisierungsfonds WSF schließt 2023 mit Gewinn ab

15.05.2024 - 13:24:41

Der in der Corona-Krise geschaffene deutsche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) hat zum zweiten Mal ein Geschäftsjahr mit Gewinn abgeschlossen.

109,7 Millionen Euro Plus standen Ende Dezember 2023 in der Bilanz, wie die Finanzagentur des Bundes am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Fonds 26,3 Millionen Euro Verlust verbucht. Für 2022 stand ein Gewinn von 104,1 Millionen Euro in den Büchern, im ersten Jahr seines Bestehens 2020 hatte der Fonds 25,9 Millionen Euro Minus gemacht. Das Plus im vergangenen Jahr erklärten die Schuldenverwalter des Bundes mit Erträgen im Kontext der vorzeitigen Rückzahlung von Geldern sowie Zinserträgen.

Der Fonds war kurz nach Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 von der Bundesregierung eingerichtet worden, um in einem Gesamtrahmen von ursprünglich bis zu 600 Milliarden Euro großen Unternehmen direkt zu helfen, die wegen der Corona-Krise in Not gerieten. Im Rahmen der Verlängerung des WSF wurde der Gesamtumfang zum 1. Januar 2022 auf 250 Milliarden Euro angepasst. Unter anderem die Lufthansa DE0008232125 und der Reisekonzern Tui DE000TUAG505 bekamen Hilfen aus diesem Topf.

Ursprünglich war der WSF bis Ende 2021 befristet, nach einer Verlängerung konnte der Fonds aber noch bis zum 30. Juni 2022 Stabilisierungsmaßnahmen gewähren. 25 Unternehmen wurden Hilfsgelder im Gesamtvolumen von gut 9,6 Milliarden Euro zugesagt. Ausgezahlt wurden davon bis Ende vergangenen Jahres 6,4 Milliarden Euro, wovon 4,4 Milliarden Euro bis zum Bilanzstichtag zurückgezahlt wurden. Neben direkten und indirekten Beteiligungen gehört die Refinanzierung von Krediten über die staatliche Förderbank KfW zu den Instrumenten des Fonds. Im Zeitraum November 2022 bis Dezember 2023 diente der WSF zudem zur Finanzierung von Maßnahmen zur Abfederung der Folgen der Energiekrise.

@ dpa.de | DE0008232125 KONJUNKTUR

Weitere Meldungen

Stabile Aufträge hellen Stimmung im Maschinenbau auf. Doch die exportorientierte Branche schöpft wieder Hoffnung. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat drei magere Jahre hinter sich. (Wirtschaft, 04.02.2026 - 11:29) weiterlesen...

Hoffnung auf Trendwende im Maschinenbau wächst. Auch die Stimmung in der exportorientierte Branche hat sich etwas aufgehellt. Die Unsicherheit bleibt jedoch hoch. Nach drei Jahren mit Auftragsrückgängen stabilisiert sich die Lage im Maschinenbau. (Wirtschaft, 04.02.2026 - 10:00) weiterlesen...

Ifo: Europageschäft macht deutscher Autoindustrie Hoffnung. Vor allem dank besserer Exporterwartungen auf dem Heimatkontinent. Die Lage ist aber weiter angespannt. Das Geschäftsklima steigt leicht. (Wirtschaft, 04.02.2026 - 07:55) weiterlesen...

Einzelhandel legt 2025 zu - mehr Umsatz im Weihnachtgeschäft. Auch im Weihnachtsgeschäft sind die Umsätze nach ersten Schätzungen gestiegen. Der deutsche Einzelhandel kann am Ende eines schwierigen Jahres eine positive Bilanz vorweisen - trotz Wirtschaftskrise. (Wirtschaft, 02.02.2026 - 08:59) weiterlesen...

Hoffnung für 2026: Wirtschaft wächst unerwartet stark. Das Schlussquartal fällt sogar positiver aus als erwartet. Für einen wirklichen Aufschwung ist aber mehr notwendig. Nach zwei Jahren Rezession wächst die deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht. (Politik, 30.01.2026 - 11:10) weiterlesen...

Deutsche Wirtschaft wächst Ende 2025 stärker als gedacht. Das Schlussquartal fällt sogar positiver aus als erwartet. Dennoch lässt der große Aufschwung auf sich warten. Nach zwei Jahren Rezession wächst die deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht. (Politik, 30.01.2026 - 10:15) weiterlesen...