Stadtwerke bringen Anschluss-Pflicht fĂŒr WĂ€rmenetze ins Spiel
09.06.2023 - 01:04:24 | dts-nachrichtenagentur.deEs sei "nicht abwegig, ĂŒber eine Pflicht fĂŒr Haushalte zu reden, sich an ein vorhandenes WĂ€rmenetz anzuschlieĂen", sagte Ingbert Liebing, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), in denen die Stadtwerke zusammengeschlossen sind, der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Freitagausgabe). WĂ€rmenetze hĂ€tten einen "gewaltigen Vorteil" gegenĂŒber Einzellösungen wie WĂ€rmepumpen oder Gasthermen: "Bei Umstellung auf erneuerbare Energiequellen profitieren alle angeschlossenen GebĂ€ude auf einen Streich", und Hausbesitzer seien ihre Heizungssorgen los.
Neben dem Heizungsgesetz (GEG), das vor allem individuelle Heizungen adressiert, arbeitet die Ampelregierung an einem Gesetz zu WĂ€rmenetzen, das Kommunen zur Erstellung konkreter AusbauplĂ€ne verpflichtet. Um ein Förder-Wirrwarr zu verhindern, mĂŒsse das GEG noch geĂ€ndert werden, forderte VKU-Chef Liebing. "Dort, wo die kommunale Planung WĂ€rmenetze vorsieht, darf der Staat nicht gleichzeitig den Einbau von WĂ€rmepumpen fördern." Noch ist im Gesetz vorgesehen, unterschiedliche Technologien im selben Gebiet zu fördern. Laut Gesetzentwurf sollen die WĂ€rmeplĂ€ne der Kommunen allerspĂ€testens Ende 2027 fertig sein und bis dann somit Klarheit herrschen, welche HĂ€user angeschlossen werden könnten. "Ich rate daher allen Haushalten, die eine Umstellung ihrer Heizung erwĂ€gen: Bitte FĂŒĂe stillhalten und mit der Entscheidung warten", sagte Liebing. "Wer es eilig hat, kann auch den kommunalen Versorger fragen, ob FernwĂ€rme eine Option werden könnte oder nicht. In vielen FĂ€llen wird es dann eine Orientierung geben."
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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