PrÀsident: Iran will weder Krieg noch Atomwaffen
06.02.2025 - 14:59:26"Ein Krieg wĂŒrde uns nichts bringen, und auch der Bau von Atomwaffen ist nicht Teil unserer Verteidigungsdoktrin", sagte Peseschkian nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Irna wĂ€hrend eines Treffens mit auslĂ€ndischen Botschaftern in der Hauptstadt Teheran. Beobachter deuten seine Worte als indirekte Botschaft an US-PrĂ€sident Donald Trump.
Peseschkian verwies erneut auf ein religiöses Rechtsgutachten des obersten FĂŒhrers Ali Chamenei, das Massenvernichtungswaffen und das Töten Unschuldiger verbietet. Dies hat der Iran bereits mehrmals angefĂŒhrt, doch auch mehrmals mit einer Revision der Nukleardoktrin gedroht.
Trump hatte am Dienstag GesprĂ€chsbereitschaft mit dem Iran signalisiert, gleichzeitig aber auch Drohungen ausgesprochen. "Wir wollen dem Iran gegenĂŒber nicht hart sein. Wir wollen niemandem gegenĂŒber hart sein. Aber sie dĂŒrfen einfach keine Atomwaffen haben", sagte Trump. Irans AuĂenminister Abbas Araghchi hatte zuvor angedeutet, dass GesprĂ€che mit den USA möglich seien, da der Iran keine Atomwaffen anstrebe.
Das iranische Atomprogramm ist nicht der einzige Konflikt zwischen Teheran und Washington. Irans Nahostpolitik, insbesondere die Nicht-Anerkennung Israels, die UnterstĂŒtzung militanter Gruppen gegen den jĂŒdischen Erzfeind sowie die militĂ€rische AufrĂŒstung gehören zu den zentralen Streitpunkten.
AuĂerdem ist nicht Peseschkian das Staatsoberhaupt im Iran, sondern der oberste FĂŒhrer Ali Chamenei. Der Ajatollah hat laut Verfassung in allen strategischen Belangen das letzte Wort und trifft die finalen politischen Entscheidungen. Bislang lehnte Chamenei jegliche Verhandlungen mit Trump ab, doch dies könnte sich laut Beobachtern Ă€ndern.
Der ölreiche Iran steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Auch Chamenei ist sich bewusst, dass nur Verhandlungen mit der Trump-Administration zu einer Aufhebung der Sanktionen und damit zu einer Entspannung der desolaten Finanzlage fĂŒhren könnten.

