Kreml hĂ€lt Trump-Kritik fĂŒr 'emotionale Ăberlastung'
26.05.2025 - 13:19:59Man stehe am Anfang eines GesprĂ€chsprozesses, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Das sei "natĂŒrlich verbunden mit emotionaler Ăberlastung absolut aller und mit emotionalen Reaktionen", wurde Peskow von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zitiert.
Der Sprecher wies Trumps Kritik am Massenbombardement der vergangenen drei NĂ€chte auf die Ukraine aber zurĂŒck. Man verfolge aufmerksam alle Reaktionen, doch PrĂ€sident Wladimir Putin treffe "die Entscheidungen, die fĂŒr die Sicherheit unseres Landes notwendig sind", sagte Peskow.
Wegen der Angriffe hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass mit Putin "irgendetwas passiert" sei. "Er ist absolut verrĂŒckt geworden! Er tötet unnötigerweise eine Menge Menschen, und ich spreche nicht nur von Soldaten", schrieb Trump.
Staatsmedien lassen Passage zu "verrĂŒcktem" Putin weg
Das oppositionelle russische Portal "Mediazona" verwies darauf, dass diese Passage zu Putin von staatlichen und staatsnahen Medien in Russland nicht oder nur verkĂŒrzt zitiert wurde. AusfĂŒhrlich wiedergegeben wurden Trumps kritische Worte ĂŒber den ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj. "Alles, was aus seinem Mund kommt, verursacht Probleme, das gefĂ€llt mir nicht, und das sollte besser aufhören", schrieb Trump.
Peskow sagte, dass ĂŒber Ort und Zeit weiterer GesprĂ€che mit der Ukraine bislang nicht entschieden sei. Auch ein angekĂŒndigtes Memorandum, in dem Moskau seine Sicht auf eine mögliche Konfliktlösung darlegen will, sei den Ukrainern noch nicht ĂŒbergeben worden. Zuletzt hatten beide Seiten Mitte Mai in Istanbul verhandelt, Ergebnisse gab es bis auf einen Gefangenenaustausch nicht.

