Kreml will PrÀsenz in Afrika erhöhen
09.06.2025 - 16:30:52Russlands PrĂ€senz auf dem afrikanischen Kontinent steige, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die Zusammenarbeit solle in allen Bereichen gestĂ€rkt werden, mit einem Akzent auf Wirtschaft und Investitionen. "Die Kooperation erstreckt sich auch auf solch sensible SphĂ€ren, die mit Verteidigung und Sicherheit zu tun haben", fĂŒgte Peskow hinzu.
Zuletzt hatte die russische Söldnertruppe Wagner ihren RĂŒckzug aus dem westafrikanischen Mali bekanntgegeben. Nach Darstellung der Einheit hĂ€ngt der Abzug damit zusammen, dass ihre Aufgaben weitgehend erledigt seien. Mehr als 1.000 Terroristen seien liquidiert und die SicherheitskrĂ€fte des Landes ausreichend geschult worden, hieĂ es in der Mitteilung. Die einst private Söldnerorganisation untersteht inzwischen dem russischen Verteidigungsministerium.
Nach den MilitĂ€rputschen der vergangenen Jahre in Westafrika hat Russland seinen Einfluss in der Region Schritt fĂŒr Schritt ausgebaut und dabei das Engagement westlicher und europĂ€ischer Staaten abgelöst.
Afrikas Bedeutung fĂŒr Russland nimmt zu
Davon abgesehen verfolgt Russland eine politische und wirtschaftliche Agenda in Afrika. Nach Angaben der Globalen Initiative gegen grenzĂŒberschreitende organisierte KriminalitĂ€t (Globale Initiative) gehe es dabei um Wahlmanipulation und Desinformationskampagnen bis hin zum Schmuggel von Rohstoffen im industriellen MaĂstab in mehr als einem Dutzend afrikanischen LĂ€ndern. Zahlreiche russische Bergbauunternehmen seien laut der Globalen Initiative auf dem Kontinent angesiedelt, oft verdeckt von Proxy-Firmen.
Vor allem seit Beginn des Ukraine-Kriegs hat Afrika fĂŒr den Kreml an strategischer Bedeutung gewonnen. Afrikas Reichtum an BodenschĂ€tzen und Bedarf an Energie ermöglicht es Moskau, westliche Sanktionen zu umgehen.

