FlugausfÀlle, Discover

Weiterhin streikbedingte FlugausfÀlle bei Discover

28.08.2024 - 15:58:23

Der Lufthansa-Ferienflieger Discover versucht nach KrĂ€ften, die Streiks seiner Crews abzufedern. Doch auch am zweiten und dritten Streiktag fallen einige FlĂŒge aus.

Beim Lufthansa-Ferienflieger Discover Airlines fallen auch am zweiten Streiktag vereinzelte FlĂŒge aus. Grund sind die Streiks des fliegenden Personals in Cockpit und Kabine, zu denen die Gewerkschaften Ufo und Vereinigung Cockpit (VC) bis einschließlich Freitag aufgerufen haben. Am Flughafen Frankfurt waren acht von 26 fĂŒr den Mittwoch geplanten Starts gestrichen, in MĂŒnchen entfiel laut Discover ein Flug nach Ibiza. 

FĂŒr den dritten Streiktag am Donnerstag erwartet die Gesellschaft ein Ă€hnliches Bild: Ein Langstreckenflug nach Philadelphia wurde ebenso aus dem Programm genommen wie einmal hin und zurĂŒck ins tĂŒrkische Bodrum. Dazu können noch weitere Streichungen ab Frankfurt kommen. Zwei Kurzstrecken wĂŒrden wieder von Partner-Airlines ĂŒbernommen. 

Man versuche alles, die betroffenen Passagiere ans Ziel zu bringen, erklĂ€rte eine Sprecherin. Drei Kurzstrecken seien am Mittwoch von Partnergesellschaften ĂŒbernommen worden, sodass sich fĂŒr die GĂ€ste keine verĂ€nderten ReiseplĂ€ne ergaben. Der mehrtĂ€gige Streik bleibe aber fĂŒr die Discover ein Kraftakt. Im gesamten Streikzeitraum sind den Angaben zufolge rund 270 FlĂŒge von und nach Frankfurt und MĂŒnchen geplant. 

Scharfe Kritik am Arbeitskampf

Mit den viertĂ€gigen Streiks wollen die im Lufthansa-Konzern verwurzelten Spartengewerkschaften eigene TarifvertrĂ€ge durchsetzen, nachdem das Management sich mit der Konkurrenz von Verdi auf ein Vertragswerk geeinigt hat. Verdi reprĂ€sentiere nur wenige Piloten und Flugbegleiter im Unternehmen, behaupten Ufo und VC. Der 2021 gegrĂŒndete Ferienflieger Discover Airlines hat bislang 27 Maschinen, mit denen er Urlaubsziele in Europa und Übersee anfliegt. An Bord arbeiten rund 1.900 Menschen.

Der Chef der Kernmarke Lufthansa, Jens Ritter, kritisierte den Arbeitskampf. «Unsere GĂ€ste leiden völlig unnötig», sagte er am Dienstagabend mit Hinweis auf den mit Verdi abgeschlossenen Tarifvertrag, der fĂŒr das Personal gute Perspektiven bringe. Verdi sei die grĂ¶ĂŸte Gewerkschaft im Lufthansa-Konzern und auch in vielen anderen Luftverkehrsbetrieben aktiv. Ritter sagte: «Diese Streiks sind unnötig und schaden der Discover Airlines.»

@ dpa.de