Warnstreiks, ÖPNV

Verdi will in mehreren BundeslĂ€ndern den ÖPNV bestreiken

19.03.2026 - 01:00:04 | dpa.de

Der nÀchste Warnstreik im Nahverkehr: In mindestens sechs BundeslÀndern sollen am Donnerstag die Fahrzeuge in den Depots bleiben. Damit erhöht die Gewerkschaft in den Verhandlungen erneut den Druck.

Erneut bleiben Busse und Bahnen wegen eines Warnstreiks in vielen BundeslÀndern in den Depots. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa
Erneut bleiben Busse und Bahnen wegen eines Warnstreiks in vielen BundeslÀndern in den Depots. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa

In mehreren BundeslĂ€ndern kommt es aufgrund von Warnstreiks heute erneut zu EinschrĂ€nkungen im Nahverkehr. Betroffen sind vor allem Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Auch in Bayerns Landeshauptstadt MĂŒnchen bleiben Busse und Bahnen in den Depots. Dort wird bereits seit gestern gestreikt.

In NRW ist es bereits der zweite Nahverkehrs-Ausstand in dieser Woche. In Sachsen-Anhalt wiederum dauert der Arbeitskampf vielerorts bis einschließlich Sonntag. 

In der Regel fallen durch die Warnstreiks Busse, U- und Trambahnen in den betroffenen Regionen aus. Die Deutsche Bahn mit ihren RegionalzĂŒgen und S-Bahnen ist nicht betroffen. Auch die RegionalzĂŒge anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen werden nicht bestreikt.

Verhandlungen meist fĂŒr bessere Arbeitsbedingungen

Es ist der dritte großflĂ€chig koordinierte Arbeitskampf in den laufenden Tarifverhandlungen im ÖPNV, die Verdi parallel in allen BundeslĂ€ndern fĂŒhrte. In Baden-WĂŒrttemberg sowie in Schleswig-Holstein gibt es bereits Einigungen. Auch in Hessen wurde ein Kompromiss erzielt - die Gewerkschaftsmitglieder werden dort nun befragt, ob ihnen das Ergebnis ausreicht. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben, dem grĂ¶ĂŸten Nahverkehrsunternehmen in Deutschland, beginnt heute die nĂ€chste Verhandlungsrunde. 

«In vielen LĂ€ndern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang», teilte die Vize-Vorsitzende von Verdi, Christine Behle, kĂŒrzlich mit. Die Zeiten seien schwierig, heißt es von den Arbeitgebern.

In den meisten BundeslĂ€ndern geht es bei den Verhandlungen um bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der sogenannten ManteltarifvertrĂ€ge. Diese regeln etwa Arbeitszeit, PausenlĂ€nge und freie Zeit zwischen den Schichten. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, ThĂŒringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusĂ€tzlich ĂŒber höhere Löhne und GehĂ€lter verhandelt. 

Verschont von ArbeitskÀmpfen blieb bisher vor allem Niedersachsen. Dort gilt bis Ende MÀrz eine Friedenspflicht wÀhrend der nicht gestreikt werden darf.

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