ZEW-Index, Nahost-Konflikt

ZEW-Index sinkt deutlich stÀrker als erwartet

13.08.2024 - 13:27:24

Der Nahost-Konflikt, hohe Preise, unklare Geldpolitik - ein ausbleibender Aufschwung der deutschen Wirtschaft kommt nicht von ungefÀhr. Eine Prognose von Finanzexperten.

Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im August deutlich stĂ€rker verschlechtert als angenommen. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW fiel gegenĂŒber dem Vormonat um 22,6 Punkte auf 19,2 Punkte, wie das Zentrum fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Nach EinschĂ€tzung von Ökonomen schwindet demnach die Hoffnung auf einen Aufschwung.

«Der wirtschaftliche Ausblick fĂŒr Deutschland bricht ein», kommentierte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach die Daten. «Dies lĂ€sst vermuten, dass die Konjunkturerwartungen weiterhin unter dem Eindruck hoher Unsicherheit stehen, getrieben durch eine unklare Geldpolitik, enttĂ€uschende GeschĂ€ftszahlen aus der US-Wirtschaft und wachsende Sorgen ĂŒber eine Eskalation des Nahost-Konflikts.»

Es war der zweite RĂŒckgang der Konjunkturerwartungen in Folge. Auch die Bewertung der aktuellen Lage der Konjunktur verschlechterte sich im August. Zuletzt hatten sich eine Reihe von FrĂŒhindikatoren fĂŒr die deutsche Wirtschaft eingetrĂŒbt. Hinzu kamen in der vergangenen Woche Turbulenzen an den FinanzmĂ€rkten. Die Sorgen um die US-Wirtschaft nahmen zu.

@ dpa.de