Schweden, Russland

Schweden: Russland, China und Iran stellen grĂ¶ĂŸte Bedrohungen dar

21.02.2024 - 11:37:06

Der Nato-AnwÀrter Schweden befindet sich nach Angaben seines Nachrichtendienstes SÀpo weiterhin in einer ernsthaften Sicherheitslage.

Besonders GeheimdienstaktivitĂ€ten fremder MĂ€chte - darunter Russland, aber auch China und der Iran - werden von der SĂ€po als große Bedrohung fĂŒr die schwedische Sicherheit eingestuft, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht des Nachrichtendienstes hervorgeht. Diese Lage werde wahrscheinlich noch ĂŒber eine lĂ€ngere Zeit anhalten, schrieb die Behörde unter anderem mit Blick auf die unruhige Lage in der Welt, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den Gaza-Krieg.

"Die Bedrohungen fĂŒr Schweden sind komplex", erklĂ€rte SĂ€po-Chefin Charlotte von Essen. "Wir sehen, dass fremde MĂ€chte und gewaltbereite Extremisten auf eine Weise agieren, dass die Bedrohungen ineinander ĂŒbergehen und sich verstĂ€rken." Dies befeuere Spaltung und Polarisierung und bedeute einen erhöhten Druck auf die schwedische Gesellschaft. "Wir alle mĂŒssen lernen, mit der verschlechterten Sicherheitslage zu leben, sie ernstzunehmen und zu handeln", forderte von Essen.

Fremde MĂ€chte hĂ€tten die FĂ€higkeit zu unterschiedlichen Arten von Angriffen, schrieb die SĂ€po in ihrem Jahresbericht. "Russland, China und der Iran sind die grĂ¶ĂŸten Bedrohungen fĂŒr die Sicherheit Schwedens", heißt es darin. Diese LĂ€nder arbeiteten daran, die derzeitige Sicherheitsordnung zu verĂ€ndern, und das teilweise auch zusammen. Schweden sei unter anderem durch seine geografische Lage, seinen starken Schutz von demokratischen Freiheiten und Rechten sowie wegen seines Hochtechnologiesektors zu einem attraktiven Ziel geworden.

Die SĂ€po hatte die in Schweden geltende Terrorwarnstufe im Sommer 2023 nach wiederholten KoranschĂ€ndungen im Land auf das zweithöchste Niveau angehoben. Unter dem Eindruck des russischen Einmarsches in die Ukraine hatte sich das skandinavische EU-Land zuvor im Mai 2022 entschlossen, die Mitgliedschaft in der Nato zu beantragen. FĂŒr die Aufnahme fehlt es dem Land nur noch an der Ratifizierung Ungarns. Das ungarische Parlament will nun am Montag ĂŒber den schwedischen Nato-Beitritt befinden.

@ dpa.de