US-WAHL: Supreme Court durchkreuzt Republikaner-PlÀne in Pennsylvania
02.11.2024 - 07:21:11Die Richterinnen und Richter wiesen einen Antrag ab, der darauf abzielte, bestimmte provisorische Stimmzettel in dem Bundesstaat nicht zu zĂ€hlen. Diese Stimmzettel kommen zum Einsatz, wenn Zweifel an der Wahlberechtigung einer Person bestehen. Sie werden separat aufbewahrt und erst nach ĂberprĂŒfung gezĂ€hlt.
Die Entscheidung des Gerichts erlaubt es Personen, deren Briefwahlunterlagen wegen eines fehlenden Sicherheitsumschlags abgelehnt wurden, ihre Stimme trotzdem noch persönlich abzugeben - in Form eines provisorischen Stimmzettels. Die Republikaner hatten gefordert, diese Stimmen nicht zu zĂ€hlen. Damit wĂ€ren möglicherweise Tausende Briefwahlstimmen fĂŒr ungĂŒltig erklĂ€rt worden, die oft eher demokratischen WĂ€hlern zugerechnet werden.
Entscheidung könnte juristisches Nachspiel haben
Die Entscheidung des Gerichts lÀsst das ZÀhlen dieser Stimmen nun vorerst zu, doch der Supreme Court könnte sich spÀter noch einmal damit befassen. Weitere juristische Auseinandersetzungen in den kommenden Tagen sind möglich.
Streitigkeiten wie diese sind bei US-Wahlen keine Seltenheit. Allerdings besteht die Sorge, dass es auch nach dem Wahltag am 5. November zu heftigen Auseinandersetzungen ĂŒber die GĂŒltigkeit von Stimmen kommen könnte. Der republikanische PrĂ€sidentschaftskandidat Donald Trump erhob schon nach seiner Wahlniederlage 2020 - von Gerichten zurĂŒckgewiesene - ManipulationsvorwĂŒrfe und sĂ€t auch dieses Mal wieder Zweifel an der IntegritĂ€t der Wahl.
In Pennsylvania hat der Beschluss des Obersten Gerichtshofs besondere Bedeutung, da der Bundesstaat als ein SchlĂŒsselstaat im Wahlkampf gilt. Mit seinen 19 Wahlleuten könnte der bevölkerungsreichste der sieben "Swing States" entscheidend fĂŒr den Ausgang der Wahl sein.

