Netzagentur, Höherer

Netzagentur: Höherer Gas-Verbrauch in erster WinterhÀlfte

06.01.2024 - 08:31:18 | dts-nachrichtenagentur.de

Der PrĂ€sident der Bundesnetzagentur, Klaus MĂŒller, erwartet von den Verbrauchern in Deutschland keine besonderen Anstrengungen mehr zum Einsparen von Gas.

GaszĂ€hler (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
GaszĂ€hler (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wir haben die HĂ€lfte des Winters hinter uns und wir sind sehr optimistisch", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Zwar seien sechs Prozent mehr Gas verbraucht worden als im vergangenen Winter - bei den Privathaushalten fast drei und bei der Industrie knapp neun Prozent -, "wir verbrauchen in diesem Winter aber immer noch gut 16 Prozent weniger Gas als vor der Krise", sagte MĂŒller.

Auch die Gasspeicher seien mit ĂŒber 90 Prozent sehr gut gefĂŒllt. Daher rufe die Bundesnetzagentur nicht dazu auf, "kĂ€lter zu duschen oder die Heizung runterzudrehen", so MĂŒller. Das könne jeder Verbraucher fĂŒr sich selbst entscheiden. Der Behördenleiter verwies darauf, dass es teurer werde, eine Gasheizung zu nutzen. MĂŒllers ResĂŒmee: "Man muss nicht jeden Raum im Haus genauso heizen wie das Wohnzimmer, aber man gefĂ€hrdet nicht die Gasversorgung, wenn man es tut." Entwarnung wollte MĂŒller allerdings noch nicht geben - auch mit Blick auf Restrisiken. "Die Explosionen bei Nord Stream I und II sind noch nicht aufgeklĂ€rt, es hat diesen Vorfall zwischen Estland und Finnland gegeben, als ein Schleppanker die Balticconnector-Pipeline beschĂ€digt hat und der Generalbundesanwalt ermittelt wegen SchĂ€den an einer FlĂŒssiggas-Pipeline", erinnerte der Netzagentur-Chef. "Unser Gas kommt zu einem großen Teil aus Norwegen. Wir sind dankbar, dass Norwegen, aber auch die Nato diese kritische Infrastruktur gut im Blick behalten." Auf die Nachfrage, ob Deutschland einen Ausfall der Lieferungen aus Norwegen verkraften könnte, sagte MĂŒller: "Das kĂ€me sehr auf den Zeitpunkt an. Falls kein Gas mehr nach Deutschland fließt, reichen volle Speicher acht bis zehn Wochen. Wir haben vier FlĂŒssiggasterminals an Nord- und Ostsee, zwei weitere sind unterwegs. DarĂŒber könnten ab dem FrĂŒhling die Speicher neu befĂŒllt werden."

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