Energie, DIHK

DIHK sieht Kohleausstieg und Klimaziele in Gefahr

22.07.2023 - 01:05:45 | dts-nachrichtenagentur.de

Der PrÀsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Peter Adrian, fordert von der Bundesregierung einen "energiepolitischen Kassensturz".

Tagebau Hambach - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

Bislang wĂŒrden nur die Termine fĂŒr den Ausstieg aus einer alten Technologie klar definiert. Dagegen seien die PlĂ€ne zum Einstieg in eine neue Technologie "nach wie vor weit davon entfernt, konkret umgesetzt zu werden", zitiert die "Welt am Sonntag" aus einem Brief des DIHK-PrĂ€sidenten an die Spitzen der bundesweit 79 Industrie- und Handelskammern.

Wenn die Politik so weitermache wie bisher, sei die "Wahrscheinlichkeit groß, dass Kohlekraftwerke deutlich lĂ€nger laufen werden als jĂŒngst beschlossen und Deutschland die Klimaziele nicht einhalten wird", schrieb Adrian weiter. In Nordrhein-Westfalen soll der Kohleausstieg statt bis 2038 bereits bis 2030 erfolgen. Adrian erneuerte die Forderung nach einem dauerhaft gĂŒnstigen Strompreis. "Nach wie vor leiden wir darunter, dass am Standort Deutschland die Energiepreise im Vergleich zu anderen LĂ€ndern viel zu hoch sind", schrieb er. FĂŒr die Transformation sei jetzt ausschlaggebend, dass der "Strom schnell gĂŒnstig wird". Der von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) vorgeschlagene Industriestrompreis hilft laut Adrian nur bedingt. Denn die hohen Kosten trĂ€fen nicht nur die energieintensive Industrie, sondern den gesamten Mittelstand. "Die beste und schnellste Maßnahme, um die Strompreise zu dĂ€mpfen, hat die Bundesregierung selbst in der Hand: Sie mĂŒsste die Stromsteuer auf das europĂ€ische Mindestmaß senken", schrieb Adrian weiter. Diese Forderung stellte diese Woche auch der Wissenschaftliche Beirat des Bundesfinanzministeriums auf.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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