Fed-Mitglied, Williams

Fed-Mitglied Williams pocht auf UnabhÀngigkeit der Notenbank

17.07.2025 - 08:30:35

Der PrÀsident der New Yorker Zentralbank und Mitglied der US-Notenbank Fed, John Williams, hat vor dem Hintergrund mehrfacher scharfer Kritik von US-PrÀsident Donald Trump an Fed-Chef Jerome Powell die UnabhÀngigkeit der Zentralbank betont.

Nach einer Rede in New York hob Williams am spĂ€ten Mittwochabend vor Reportern die Bedeutung einer unabhĂ€ngigen Zentralbank fĂŒr die US-Wirtschaft hervor. Eine unabhĂ€ngige Notenbank wĂŒrde fĂŒr das Land bessere Ergebnisse in Bezug auf PreisstabilitĂ€t und wirtschaftliche StabilitĂ€t liefern, sagte Williams.

Allerdings lehnte Williams es ab, direkt auf Medienberichte von Mittwoch einzugehen, denen zufolge PrÀsident Trump eine schnelle Entlassung von Powell als PrÀsident der US-Notenbank Fed anstrebe. Trump hatte diese spÀter dementiert. An den FinanzmÀrkten war es zeitweise zu deutlichen Kursbewegungen gekommen, die die NervositÀt der Investoren zeigten.

Zuvor hatte Trump immer wieder heftige Kritik an Fed-Chef Powell geĂ€ußert und diesen vehement zu Zinssenkungen aufgefordert. Vor dem Hintergrund einer weiter vergleichsweise robusten konjunkturellen Entwicklung und einer stabilen Lage auf dem Arbeitsmarkt hatte die Fed die Leitzinsen seit dem vergangenen Dezember unverĂ€ndert gehalten.

In seiner Rede machte Williams laut Redetext deutlich, dass die Zollpolitik der US-Regierung in den kommenden Monaten einen stÀrkeren Einfluss auf die Inflation haben werde. Daher sei die derzeitige restriktive Haltung der US-Notenbank "völlig angemessen".

Zuletzt war die Inflation in den USA zwar gestiegen, allerdings zeigten die höheren Zölle bisher nur wenig Auswirkungen auf die Preisentwicklung. Experten gehen fest davon aus, dass sich die Auswirkungen auf die Teuerung in den kommenden Monaten verstÀrken werden.

@ dpa.de