Demografie-Experte: Rente mit 70 liegt weit in der Zukunft
04.04.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDer Chef des Munich Research Institute for the Economics of Aging (MEA) plĂ€diert stattdessen fĂŒr mehr FlexibilitĂ€t beim Renteneintritt - mit höheren AbschlĂ€gen bei frĂŒhem Ausstieg. Der geltende Abschlag von 3,6 Prozent sei zu niedrig; rechnerisch mĂŒsste er bei fĂŒnf Prozent liegen.
Als die beiden gröĂten rentenpolitischen Fehlentscheidungen nennt Börsch-Supan die Haltelinie beim Rentenniveau und die abschlagsfreie Rente nach 45 Arbeitsjahren. Die Haltelinie allein werde Mehrkosten "in der GröĂenordnung von 200 Milliarden Euro" verursachen. Kurzfristig drohe ab spĂ€testens 2031 ein Beitragssprung um etwa zwei Prozentpunkte, sobald die Reserve der Rentenversicherung von rund 40 Milliarden Euro aufgebraucht sei.
Die Rente mit 63 hĂ€lt Börsch-Supan fĂŒr besonders schĂ€dlich: "Erstaunlicherweise nutzen sie vor allem gutverdienende und gesunde Menschen." WĂŒrde man sie abschaffen, könnten, ĂŒber zwei Jahre gerechnet, mehr als eine halbe Million zusĂ€tzliche ArbeitskrĂ€fte im System gehalten werden.
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