Trump, Kamala

Trump: Kamala Harris ist liberaler als Bernie Sanders

25.07.2024 - 05:58:55

Der republikanische PrÀsidentschaftskandidat Donald Trump nimmt sich im Wahlkampf seine politische Gegnerin Kamala Harris vor.

Seit dreieinhalb Jahren sei die Demokratin "die ultraliberale treibende Kraft hinter jeder einzelnen Biden-Katastrophe", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina. Nach dem RĂŒckzug von US-PrĂ€sident Joe Biden aus dem PrĂ€sidentschaftsrennen bewirbt sich Harris um die Kandidatur ihrer Partei.

Sowohl Harris als auch Trump haben sich im Wahlkampf zuletzt auf besonders umkĂ€mpfte Bundesstaaten konzentriert. North Carolina zĂ€hlt zu den Swing States, bei denen nicht vorab feststeht, ob sie bei der PrĂ€sidentenwahl am 5. November der Tradition nach an die Republikaner oder Demokraten fallen. Bei den vergangenen PrĂ€sidentenwahlen gewannen dort zwar die Republikaner, der Abstand war aber Ă€ußerst knapp. Im Jahr 2008 ging North Carolina an den Demokraten Barack Obama.

Trump: Harris wird unser Land zerstören

"Kamala Harris ist die liberalste gewĂ€hlte Politikerin in der amerikanischen Geschichte. Wussten Sie, dass sie eine ultraliberale Politikerin ist?", fragte Trump. Harris sei "absolut schrecklich" und sogar liberaler als der linke Politiker Bernie Sanders. Trump warf der 59-JĂ€hrigen vor, ungeeignet dafĂŒr zu sein, das Land anzufĂŒhren. "Sie wird unser Land zerstören." Die demokratische PrĂ€sidentschaftsbewerberin Harris hatte sich bisher als toughe StaatsanwĂ€ltin prĂ€sentiert und Trumps juristische Probleme thematisiert. Der Republikaner ist mittlerweile ein verurteilter StraftĂ€ter.

Trump kam auch auf das Attentat auf ihn bei einer Wahlkampfveranstaltung vor anderthalb Wochen zu sprechen. "Ich sollte eigentlich nett sein. Man sagt, dass etwas mit mir passiert ist, als ich angeschossen wurde, ich wurde nett", sagte Trump. Wenn man es mit den Demokraten zu tun habe, dĂŒrfe man aber nicht nett sein. "Also werde ich nicht nett sein, wenn es euch nichts ausmacht. Ist das in Ordnung?", fragte Trump, woraufhin das Publikum jubelte.

Trump hat Rhetorik nach Attentat nicht verÀndert

Am 13. Juli hatte ein SchĂŒtze auf einer Wahlkampfveranstaltung der Republikaner im US-Bundesstaat Pennsylvania das Feuer eröffnet. Ein Zuschauer wurde getötet, zwei weitere verletzt. Trump wurde am Ohr verwundet. Seine erste öffentliche Rede nach dem Attentat hielt der 78-JĂ€hrige wenige Tage spĂ€ter auf dem Parteitag der Republikaner in Milwaukee. Zu Beginn seiner Rede propagierte er kurz Einheit und sagte: "Die Zwietracht und Spaltung in unserer Gesellschaft mĂŒssen geheilt werden." Doch nur kurze Zeit spĂ€ter verfiel er wieder in seine aggressive Rhetorik, log und beleidigte politische Gegner.

@ dpa.de