Trump provoziert mit vulgÀrem Kommentar zu Harris
29.08.2024 - 05:47:19Trump teilte auf der von ihm mit begrĂŒndeten Plattform Truth Social den Beitrag eines anderen Nutzers, der andeutete, dass sexuelle GefĂ€lligkeiten Harris' politische Karriere befördert haben könnten.
In dem Post ist ein Ă€lteres Bild von Kamala Harris zu sehen an der Seite der frĂŒheren US-AuĂenministerin und PrĂ€sidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die 2016 im Wahlkampf gegen Trump angetreten war. Dazu der Kommentar: "Lustig, wie sich Blowjobs auf ihre beiden Karrieren unterschiedlich ausgewirkt haben..."
Die derbe Bemerkung ist eine Anspielung auf einen Sex-Skandal, in den Clintons Mann Bill wĂ€hrend dessen PrĂ€sidentschaft (1993 - 2001) verwickelt gewesen war. Trump-UnterstĂŒtzer wiederum verbreiten völlig unbelegte Behauptungen ĂŒber Harris, wonach die romantische Beziehung zu einem einflussreichen Politiker in Kalifornien in den 90er Jahren ihrer Karriere geholfen habe.
Trump verfasste den Beitrag nicht selbst. Dass er ihn auf seinem offiziellen Truth-Social-Account verbreitete, ist dennoch bemerkenswert. Der Republikaner verunglimpft seine demokratische Gegnerin im PrĂ€sidentschaftsrennen regelmĂ€Ăig, bezeichnet sie unter anderem als "verrĂŒckt" und "dumm". Trump hat Harris auch schon mit Blick auf ihre Hautfarbe und Herkunft attackiert und unter anderem behauptet, die 59-JĂ€hrige sei "vor einigen Jahren plötzlich schwarz" geworden. Verbale Angriffe sexueller Art haben eine neue QualitĂ€t.
Mehrere Republikaner hatten Trump zuletzt öffentlich dazu geraten, weniger persönliche Attacken gegen Harris von sich zu geben, sondern mehr inhaltliche Punkte zu machen. Trump wurde kĂŒrzlich bei einer Pressekonferenz auf diese Mahnungen angesprochen, tat solche RatschlĂ€ge jedoch ab. "Ich glaube, ich habe ein Recht darauf, sie persönlich zu attackieren", sagte der 78-JĂ€hrige mit Blick auf Harris und den Wahlkampf und schob nach: "Ich muss es auf meine Art machen."
Schon im Wahlkampf 2016 hatte Trump mit einer vulgĂ€ren Aussage fĂŒr Furore gesorgt, dass er Frauen ĂŒberall anfassen könne, auch zwischen den Beinen. Die Amerikaner wĂ€hlten ihn damals trotzdem zum PrĂ€sidenten.

