Russlands PrÀsident Putin besucht Grenzregion Kursk
21.05.2025 - 13:05:25WĂ€hrend eines Arbeitsbesuchs in der Kraftwerksstadt Kurtschatow traf er nach Kremlangaben am Dienstagabend den Gouverneur des Gebiets, Alexander Chinschtejn, Freiwilligenorganisationen und lokale Beamte.
Chinschtejn sicherte er demnach weitere UnterstĂŒtzung fĂŒr die Reparatur von HĂ€usern zu. AuĂerdem besuchte der PrĂ€sident das im Bau befindliche Kursker AKW-2, wie der Kreml mitteilte.
Putin scherzt ĂŒber Annexion von Sumy
Chinschtejn forderte der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge bei dem Treffen mit dem Kremlchef auch die Annexion der ukrainischen Nachbarregion Sumy. Putin habe daraufhin gescherzt, dass Chinschtejn fĂŒr sein Amt ausgewĂ€hlt worden sei, weil er "immer mehr will".
Bislang erhebt Russland offiziell Anspruch auf die 2014 annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim sowie die vier ost- und sĂŒdostukrainischen Gebiete Cherson, Luhansk, Donezk und Saporischschja, die russische Truppen bislang nur zum Teil besetzt halten.
Die ukrainische Armee war im vergangenen Sommer ĂŒberraschend auf das Gebiet Kursk vorgestoĂen und hielt mehrere Monate lang einen kleinen Teil davon besetzt. Ende April erklĂ€rte das russische MilitĂ€r, die Region stehe wieder unter seiner vollstĂ€ndigen Kontrolle. Kiew wies das damals zurĂŒck. Allerdings hatte Putin - der im Gegensatz zum ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj seit Kriegsbeginn nicht an die Front gereist ist - Kursk zu dieser Zeit das erste Mal seit der ukrainischen Offensive besucht.
Der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge sagte der Kremlchef nun: "Jeden Tag versucht der Feind die Staatsgrenze der Russischen Föderation zu ĂŒberschreiten."
Angrenzende ukrainische Region unter Beschuss
Die angrenzende ukrainische Region Sumy ist seit Monaten unter heftigem russischem Beschuss. In der Nacht wurden Industrieanlagen und Stromleitungen durch Drohnenangriffe beschÀdigt, wie der Gouverneur Oleh Hryhorow mitteilte. Ein Teil der Gebietshauptstadt sei ohne Strom. Nach vorlÀufigen Informationen ist eine Person verletzt worden.
Am Dienstag teilten Behörden mit, dass die Evakuierung von mehr als 200 Orten in der Region begonnen habe. Gut 60 Prozent der insgesamt der Evakuierung unterliegenden 86.000 Zivilisten in den Ortschaften seien bereits in Sicherheit gebracht worden. MilitÀrexperten sehen in Sumy eines der Ziele der erwarteten Sommeroffensive Moskaus.

