Biden, Phasen

Biden: Drei Phasen des Gaza-Deals

15.01.2025 - 21:14:59

Der scheidende US-PrÀsident Joe Biden hat im Detail die Inhalte des ausgehandelten Gaza-Deals dargelegt.

Es handele sich bei der Einigung um den Drei-Stufen-Plan, den er bereits im FrĂŒhling vorgestellt habe, sagte der Demokrat im Weißen Haus in Washington. Die Phasen fĂŒr eine Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung von Geiseln im Gegenzug fĂŒr palĂ€stinensische HĂ€ftlinge sehen laut Biden wie folgt aus:

- Phase eins: Die erste Phase soll sechs Wochen dauern. Sie solle Folgendes beinhalten: Eine vollstĂ€ndige Waffenruhe und einen RĂŒckzug der israelischen StreitkrĂ€fte aus allen dicht besiedelten Gebieten des Gazastreifens. PalĂ€stinenser sollen demnach in alle Teile des Gazastreifens zurĂŒckkehren können. Es solle außerdem zunĂ€chst eine bestimmte Gruppe von Geiseln freigelassen werden - darunter Frauen, Ältere und Verletzte. Biden betonte, darunter seien auch amerikanische StaatsbĂŒrger. Im Gegenzug sollten Hunderte PalĂ€stinenser freikommen, die in Israel inhaftiert seien. Ziel sei auch, sofort in großem Stil humanitĂ€re Hilfe in das KĂŒstengebiet zu bringen.

- Phase zwei: WĂ€hrend der sechswöchigen Phase eins sollten dann die notwendigen Vereinbarungen ausgehandelt werden, um zu Phase zwei zu gelangen: zu einem dauerhaften Ende der KĂ€mpfe. Die Waffenruhe solle andauern, solange diese Verhandlungen liefen - auch falls sich dies lĂ€nger als sechs Wochen hinziehe. In der zweiten Phase sollten dann alle restlichen lebenden Geiseln freigelassen werden, darunter auch mĂ€nnliche Soldaten. Und das israelische MilitĂ€r solle sich komplett aus dem Gazastreifen zurĂŒckziehen. "Und die vorĂŒbergehende Waffenruhe wird dauerhaft", betonte Biden. Der Demokrat hatte Ende Mai gesagt, auch diese zweite Phase solle sechs Wochen dauern.

- Phase drei: In der dritten Phase sollen laut Biden die letzten Überreste getöteter israelischer Geiseln an ihre Familien zurĂŒckgegeben werden. Außerdem soll dann der Wiederaufbau im Gazastreifen beginnen. Biden hatte dafĂŒr Ende Mai eine Dauer von drei bis fĂŒnf Jahren in Aussicht gestellt.

@ dpa.de