Deutschland, Automobilindustrie

Jeder dritte Neuwagen war 2025 ein SUV

08.01.2026 - 13:54:28

Der Siegeszug der umstrittenen Fahrzeugkategorie geht weiter. Das meistverkaufte Auto kommt aber aus einem anderen Segment.

Jedes dritte 2025 in Deutschland neu zugelassene Auto war ein SUV. Mit 950.895 Neuzulassungen kommt das Segment auf den Rekord-Marktanteil von 33,3 Prozent, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Vergangenes Jahr waren es noch rund 100.000 SUVs weniger und ein Anteil von 30,2 Prozent. 

Die Kompaktklasse - einst Liebling der deutschen Autokäufer - verliert dagegen weiter an Boden. Mit 476.480 Neuzulassungen steht sie nur noch für 16,7 Prozent - das sind 2 Punkte weniger als vor einem Jahr. Platz drei belegt das Segment der Kleinwagen mit relativ stabilen 337.443 Fahrzeugen und einem Marktanteil von 11,8 Prozent vor Geländewagen, die einen leichten Rückgang auf 311.061 oder 10,9 Prozent hinnehmen mussten. 

Mehrere Segmente auf Schrumpfkurs

Deutlich auf dem Rückzug sind Minis - also besonders kleine Autos, die Mittelklasse und Oberklasse sowie Sportwagen. Die Obere Mittelklasse kann dagegen zulegen. 

Blickt man auf die einzelnen Fahrzeugmodelle, zeigt sich allerdings noch ein anderes Bild: Der VW Golf liegt hier mit 85.023 Neuzulassungen vorne. Er zählt zur Kompaktklasse, die angesichts seiner Dominanz auch als Golfklasse bezeichnet wird. Auf den Plätzen zwei und drei folgen mit dem VW T-Roc und VW Tiguan mit 78.264 beziehungsweise 63.316 Neuzulassungen allerdings ein SUV und ein Geländewagen. Und der Abstand wird kleiner: 2024 hatte der Golf noch mit 100.183 zu 75.398 Autos vor dem T-Roc gelegen. 

Das Segment der SUVs hat in den vergangenen Jahren fast kontinuierlich an Marktanteilen gewonnen. 2019 löste es die Kompaktklasse als Nummer eins in Deutschland ab. Im Fahrzeugbestand sieht es allerdings noch anders aus: Von den knapp 49,6 Millionen in Deutschland zugelassenen Autos waren - Stand 1. Oktober 2025 - 11,1 Millionen Kompakte und erst 7,1 Millionen SUVs. Die Lücke schrumpfte zuletzt aber schnell.

@ dpa.de

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