Steuerberater: Investitionsbooster nutzt primĂ€r gröĂeren Firmen
23.06.2025 - 07:47:49 | dts-nachrichtenagentur.deDiese nutzten eher den sogenannten Investitionsabzugsbetrag oder eine 40-prozentige Sonderabschreibung. LĂŒth kritisierte, dass die degressive AfA zum wiederholten Mal befristet eingefĂŒhrt werde. "Unternehmen brauchen Planbarkeit und deshalb eine dauerhafte WiedereinfĂŒhrung der degressiven Abschreibung." Der DStV-PrĂ€sident wies zudem darauf hin, dass sich neuere Produkte in den AfA-Tabellen des Bundesfinanzministeriums oft nicht wiederfĂ€nden. FĂŒr diese mĂŒsse man dann nach Ă€hnlichen Kategorien suchen. "Das ist ein wahnsinniger bĂŒrokratischer Aufwand." Auf den sogenannten Wachstumsbooster der Bundesregierung sollten LĂŒth zufolge zusĂ€tzliche Reformen folgen. "Das kann es noch nicht gewesen sein", sagte er mit Verweis auf weitere Wirtschaftshilfen, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurden. Vom Verband der Deutschen Bauindustrie hieĂ es, noch sei die Auslastung der Branche mit 70 Prozent zu gering fĂŒr zusĂ€tzliche Investitionen. "Zu diesem Zeitpunkt macht es keinen Sinn, neue Maschinen anzuschaffen, nur um von möglichen Abschreibungen zu profitieren", sagte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbandes, Tim-Oliver MĂŒller. Vielmehr brauche es neue AuftrĂ€ge, um die KapazitĂ€ten der Maschinen schnell hochzufahren. Lob fĂŒr die neuen Abschreibungsregeln kam vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau. "Das ist schon ein Booster", sagte Chefvolkswirt Johannes Gernandt. "Dadurch haben Firmen mehr LiquiditĂ€t und können schneller Maschinen kaufen." Das sei wichtig, falls es in Deutschland tatsĂ€chlich zum lang erhofften Aufschwung kommen sollte. In solchen Phasen mĂŒssten Unternehmen verstĂ€rkt Vorprodukte finanzieren, die Gefahr von LiquiditĂ€tsengpĂ€ssen sei dann besonders groĂ.
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