Epstein-Akten, US-Abgeordnete

Epstein-Akten: US-Abgeordnete werden frĂŒher in Sommerpause geschickt

23.07.2025 - 05:54:01

Der Streit ĂŒber die Offenlegung von Akten in der AffĂ€re um den SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein schaukelt sich auch im US-ReprĂ€sentantenhaus hoch.

Um eine Abstimmung ĂŒber die Freigabe der Akten zu verhindern, will der republikanische Chef des ReprĂ€sentantenhauses, Mike Johnson, die Abgeordneten vorzeitig schon heute und nicht erst am Freitag in die Sommerpause schicken. Das berichteten unter anderem die "New York Times" und weitere Medien ĂŒbereinstimmend.

Die Demokraten warfen Johnson vor, damit eine Abstimmung zu einer Resolution zum Epstein-Fall auszubremsen. Darin wird vom Justizministerium die Freigabe von Dokumenten verlangt, darunter Ermittlungsunterlagen und Aufzeichnungen zu dem Fall. Johnson sprach hingegen von einem "politischen Spiel" der Demokraten. Schon in den vergangenen Tagen hatte der Epstein-Fall zu Kontroversen im ReprĂ€sentantenhaus gefĂŒhrt.

FĂŒr Trump ist die Lage heikel

FĂŒr die Republikaner und PrĂ€sident US-PrĂ€sident Donald Trump ist die Situation heikel. Denn selbst in den eigenen Reihen wurden zuletzt Stimmen lauter, die eine Offenlegung der Epstein-Akten fordern. Trump steht unter großem Druck, weil er im Wahlkampf fĂŒr eine Offenlegung war.

Epstein, der ĂŒber viele Jahre systematisch MinderjĂ€hrige missbraucht hatte, beging 2019 mit 66 Jahren in seiner GefĂ€ngniszelle nach offiziellen Angaben Suizid. Er war im Jahr 2019 verhaftet und dann angeklagt worden. In Teilen der US-Gesellschaft sorgte Epsteins Tod fĂŒr wilde Spekulationen, weil er beste Kontakte in die amerikanische High Society hatte. Prominente und MilliardĂ€re gingen bei ihm ein und aus - auch Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos belegen.

@ dpa.de