Agora, Energiewende

Agora Energiewende senkt Prognose fĂŒr Strombedarf

03.09.2025 - 11:14:29

Der Thinktank Agora Energiewende hat seine Strombedarfsprognose nach unten korrigiert.

Es wird nun erwartet, dass die Nachfrage von heute knapp 500 Terawattstunden (TWh) bis 2030 auf lediglich 701 TWh steigen wird, wie aus einer neuen Analyse hervorgeht, ĂŒber die das Nachrichtenmagazin Politico berichtet. Im Jahr 2024 hatte Agora 727 TWh prognostiziert. Damit errechnet Agora eine höhere Nachfrage, als sie das BMWE voraussichtlich in seinem demnĂ€chst erscheinenden Energiemonitoring ansetzen wird.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte im Juli gesagt, dass sie mit etwa 650 TWh im Jahr 2030 rechnet. In wenigen Tagen soll das von ihr beauftragte Monitoring zum Stand der Energiewende vorgestellt werden. Es wird erwartet, dass die darin enthaltene Prognose in einer Ă€hnlichen GrĂ¶ĂŸenordnung wie Reiches SchĂ€tzung liegt. Ihr VorgĂ€nger Robert Habeck ging von deutlich mehr aus - rund 750 TWh. Agora nĂ€hert sich mit der neuen SchĂ€tzung den Zahlen von Reiche an. "Auf Basis aktueller Entwicklungen gehen wir nun von einer leicht geringeren Stromnachfrage von 701 TWh im Jahr 2030 aus, da sich die in den vergangenen Jahren schwĂ€chere Dynamik bei der Elektrifizierung von Verkehr, GebĂ€uden und Industrie vermutlich nicht vollstĂ€ndig aufholen lĂ€sst", sagte Philipp Godron, Programmleiter Strom bei Agora Energiewende und Autor der Analyse, dem Nachrichtenmagazin.

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